
Der Rückruf erfolgt freiwillig wegen eines bei der Herstellung des Ziegenmilchprodukts verwendeten Rohstoffs und ist mit der zuständigen Behörde des Kantons Thurgau abgesprochen. Der eingesetzte Rohstoff Arachidonsäure war teilweise mit Cereulid belastet und wurde Ende 2025 bei Hochdorf in kleinen Mengen verarbeitet. Beim Verzehr dieses Produktes können leichte Beeinträchtigungen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen nicht ausgeschlossen werden.
Hochdorf
Bei dem Rückruf geht es gemäss Hochdorf um 10'000 Packungen eines Ziegenmilchproduktes der Marke Bimbosan. Demnach war die von Hochdorf verarbeitete Omega-6-Fettsäure Arachidon mit Cereulid belastet.
Cereulid kann durch das Bakterium Bacillus cereus entstehen. Anfang Januar hatte bereits Nestlé wegen des hitzebeständigen Giftstoffs Babynahrung zurückgerufen. «Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich um die gleiche Substanz», sagte Hochdorf-Sprecherin Desirée Metzler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Weil die Belastung mit Cereulid klein sei, bestehe für die Kleinkinder «kein ernsthaftes gesundheitliches Risiko», erklärte Hochdorf. Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen könnten «jedoch nicht komplett ausgeschlossen» werden. Käuferinnen und Käufer könnten das zurückgerufene Produkt an den Kaufort zurückbringen, teilte Hochdorf mit. Weitere Informationen seien auf der Homepage aufgeschaltet worden.
Die Omega-6-Säure Arachidon stammt gemäss Mitteilung von einem früheren Lieferanten. Dieser habe Anfang Woche über die Qualitätsprobleme informiert, erklärte Hochdorf.
Das Ziegenmilchprodukt Bimbosan ist für Säuglinge bis zum Alter von sechs Monaten bestimmt. Produziert wird es in Sulgen, weswegen Hochdorf die Thurgauer Behörden informierte. Hochdorf stellt nach eigenen Angaben jährlich 1,2 Millionen Packungen verschiedener Bimbosanprodukte her.