
Die Zufuhr kalter Polarluft aus Norden und Nordwesten sorgte vom 30. Dezember bis 7. Januar für eisige Bedingungen in der ganzen Schweiz.
Regina Degen-Ballmer
Die landesweite Mitteltemperatur betrug im Januar -2,7 Grad Celsius. Das liegt 0,4 Grad unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1991-2020. Die Abweichungen waren regional sehr unterschiedlich. Im Mittelland war es deutlich zu kalt. Bei der Messtation in Zürich/Affoltern war es beispielsweise 1,6 Grad kälter als in einem durchschnittlichen Januar, in Basel/Binningen war es 0,9 Grad, in Bern/Zollikofen 0,5 Grad und in Schaffhausen 1,4 Grad kälter als im Durchschnitt.
Im Wallis und in Teilen Graubündens war es hingegen milder als üblich. In Visp betrug die Abweichung sogar +1,7 Grad, in Ulrichen +1,6 Grad. Die landesweite Monatsmitteltemperatur im Januar 2026 belegte bis kurz vor Monatsende den 62. Rang seit Messbeginn 1864. Der bisher wärmste Januar stammt aus dem Jahr 2018.
Der Januar war zudem verbreitet zu trocken. Die meisten Messstationen registrierten nur 40 bis 80 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Besonders wenig Niederschlag fiel am Alpennordhang sowie in Nord- und Mittelbünden. In Bad Ragaz waren es nur 14 Prozent der Norm. Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichneten die Regionen Mittelland (Bern), Jura (Chasseral), Alpensüdseite und Engadin (Samedan).
Die Sonnenscheindauer bewegte sich an den meisten Orten im Bereich des Üblichen. Etwas mehr Sonne als üblich gab es im Mittelland, im Jura und am Alpennordhang. Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielten die Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang. Beispiele für Messstandorte mit mehr Sonnenschein sind Genève/Cointrin und St. Gallen