Auf einem Milchviehbetrieb im deutschen Lutter am Barenberge südlich von Hannover machten Beamte einen grausigen Fund. Sie entdeckten Tierkadaver und Skelette.
Um wie viele tote Tiere es sich handelt, könne nicht mehr festgestellt werden, teilte die Verwaltung am Mittwoch mit. Die verbliebenen lebenden 135 Kühe, Rinder und Kälber seien vernachlässigt und in schlechtem Zustand gewesen. Zwei der Tiere seien mittlerweile verendet. Zwei weitere mussten eingeschläfert werden.
Gemäss NDR erhielt die Kreisverwaltung am 12. Dezember einen anonymen Hinweis über die Zustände auf dem Hof. Bei einer Kontrolle hat sich dies bestätigt. Bei den skelettierten Rindern konnte die Todesursache nicht mehr festgestellt werden. Bei anderen Tieren liefen noch Ermittlungen zur Todesursache.
Das Veterinäramt hat dem Landwirt die überlebenden Tiere weggenommen und ein Tierhaltungsverbot gegen ihn ausgesprochen. Die überlebenden 104 Milchkühe und rund 30 Jungrinder und Kälber werden inzwischen auf dem Gelände im Auftrag des Landkreises von einem anderen Landwirt versorgt. Wo sie mittelfristig untergebracht werden sollen, ist noch unklar.
Bei dem Betrieb soll es sich gemäss NDR um einen Neubau handeln, der erst vor wenigen Jahren für rund 1,5 Millionen Euro gebaut worden war. In dem Betrieb hatte es 2017 bereits Verstösse gegen den Tierschutz gegeben.