
Verschiedene Salate zum Einpflanzen vorbereiten.
Paul Stalder
Am Sonntag kurz vor 8 Uhr erreicht der Mond den erdnächsten Punkt in seiner Umlaufbahn. Deshalb erscheint er nicht nur besonders gross am Himmel, sondern soll auch verstärkt das Pflanzenwachstum beeinflussen. So stark, dass das Perigäum im Mondkalender als ungünstige Zeit für Gartenarbeiten gilt.
Zwölf Stunden vor und nach diesem Zeitpunkt sollten keine Pflanzen gesät, gepflanzt oder geerntet werden, da die Kräfte des Mondes als zu intensiv und störend für das Pflanzenwachstum und die Samenkeimung sein könnten. Ebenso sollte man Arbeiten an den sogenannten Knotentagen meiden. Auch zu diesen gibt der Mondkalender des Goetheanum Auskunft.

Die Erdnähe gilt aus ungünstig für Feldarbeiten.
Goetheanum
In die Gartenstiefel steigen kann man nach der Hochstellung am Dienstag, wenn der Mond seine Bewegung zu «nidsigend» wechselt. Bei «nidsi» steckt die Pflanze die Kraft in der Wurzel, hier spricht man von der Pflanzzeit – ideal füs Umtopfen, Auspflanzen und auch das Pikieren von Jungpflänzchen.
Zwei rote Sterne
Venus steigt am Abendhimmel jede Woche etwas höher. Ihr Licht ist so hell, dass sie mit etwas Glück, und wenn man ihren Ort kennt, sogar schon zu sehen ist, wenn die Sonne noch am Horizont steht. Jeden Monat betont die Mondsichel den Aufstieg von Venus. Jetzt geschieht es am 19. April. Dann wandert der Erdtrabant an den Plejaden im Stier vorbei und steht so überhalb von Venus.

Die Plejaden stehen neben der Mondsichel.
Goetheanum
Der offene Sternhaufen ist allerdings erst in der fortgeschrittenen Dämmerung zu sehen. Schon früher leuchtet Aldebaran auf. Der rötliche Stern ist das Hauptgestirn im Stier. Interessant: im Tierkreis gibt es zwei rote Sterne, die sich genau gegenüberstehen: Aldebaran und Antares. Schaut man auf Aldebaran und denkt durch sich selbst eine Linie, so gerät man durch die Erde hindurch auf den zweiten roten Stern im Tierkreis im Skorpion. Während der Stier ein Bild mit geraden strahlenförmigen Linien ist, zeigt Skorpion gewundene Kurven in seiner Gestalt.