Klima: Forscher untersuchen Auswirkungen von Russpartikel

Ein Forschungsteam des Paul Scherrer Instituts (PSI) will auf dem Jungfraujoch untersuchen, wie Russpartikel die Entstehung von Wolken und damit das Klima beeinflussen. Der europäische Forschungsrat finanziert diese Arbeiten mit 2 Millionen Euro.

Ein Forschungsteam des Paul Scherrer Instituts (PSI) will auf dem Jungfraujoch untersuchen, wie Russpartikel die Entstehung von Wolken und damit das Klima beeinflussen. Der europäische Forschungsrat finanziert diese Arbeiten mit 2 Millionen Euro.

Werden die Eigenschaften der Wolken durch menschengemachte Partikel verändert, dann wirke sich das auch auf das Klima aus, schreibt das PSI in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Ergebnisse sollen helfen, Computermodelle zu verbessern, mit denen Entwicklungen in der Atmosphäre vorausgesagt werden.

Die Forschenden wollen ausnutzen, dass das Jungfraujoch rund 40 Prozent der Zeit in eine Wolke gehüllt ist. Dies ermöglicht Proben direkt aus den Wolken zu entnehmen. Zu diesem Zweck bauen die Forschenden ein ausgeklügeltes Einlasssystem. Damit wird die Wolkenprobe in ihre Bestandteile getrennt - in Eiskristalle, Wassertröpfchen und interstitielle Partikel.

Letzteres sind Partikel, die weder Tröpfchen noch Eiskristalle gebildet haben. So können die Forschenden bestimmen, um welche Keime herum sich Eiskristalle bilden und ob auch Russpartikel dabei sind. Wolken spielen laut PSI für die Temperaturen auf der Erde eine zentrale Rolle. Sie reflektieren einen Teil des Sonnenlichts, das so die Erde nicht erwärmen kann. Flüssigwasserwolken können sich nur bilden, wenn in der Atmosphäre Partikel vorhanden sind, an denen sich Wasserdampf absetzen kann.

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