Knotentag: Nächsten Freitag nicht gärtnern

Jede Woche am Samstag berichtet Wolfgang Held vom Goetheanum zum Mondkalender und zur Konstellation der Planeten. Der Merkur ist auf dem aufsteigenden Ast, und auch der Mond geht obsi. Das heisst: eine ideale Woche, um Bäume zu Veredeln und Chabis zu ernten.

Wolfgang Held, Goetheanum |

In der Adventszeit steigt Merkur über den südöstlichen Horizont. Am besten ist der sonnennächste Planet am 3. und 4. Dezember am Morgenhimmel zu sehen. Dann erreicht der Planet eine Höhe von etwa 10 Grad über der Landschaft.

Merkur

Merkur ist im Herbst in der Regel einmal am Morgenhimmel und im Frühjahr einmal am Abendhimmel zu finden. Das hängt mit der Tierkreisstellung zusammen. Im Herbst steht der Tierkreis morgens steil und im Frühjahr abends. Wenn nun Merkur sich von der Sonne löst ist er bei steiler Tierkreisstellung leichter zu finden, als wenn der Tierkreis flach am Horizont steht.

Merkur hat übrigens eine interessante Beziehung zur Erde. Mit einem Radius von 2430 km hat er die Grösse des Goldenen Schnitts zur Erde mit einem Radius von 6378 km. Eine weitere Beziehung betrifft das Gestein. Die Erde besitzt mit 5,5g pro Kubikzentimeter das dichteste Gestein im Sonnensystem. Merkur folgt hier als einziger Planet direkt mit 5,4g. 

Obsigend

Der sonnennächste Plantet Merkus steigt also noch bis am 4. Dezember höher. Der Mond ist schon seit gestern obsigend. Zu sehen sind die Daten im Mondkalender im «Schweizer Bauer» und auf schweizerbauer.ch, der sich auf die Versuche und Erkenntnisse von Maria Thun bezieht.

Aufsteigend (obsigend) und absteigend (nidsigend) bezeichnet die Stellung des Mondes in Bezug auf den Himmelsäquator. Was heisst das für Feld und Garten? Gepflanzt wird immer bei absteigendem Mond, wenn die Saftströme der Pflanzen den unteren Pflanzenteil verstärkt versorgen. Es kommt zu einem stärkeren Wurzelwachstum.

Ist der Mond obsigend, konzentrieren sich die Kräfte auf die oberen Pflanzenteile. Ideal sind diese Phasen für die Ernte von Früchten und Gemüsen, die oberhalb der Erdoberfläche gewachsen sind. Ebenso eignen sie sich zur Veredelung von Bäumen.

Mondknoten

Achtung: Am nächsten Freitag, 28. November, kommt es zu einem aufsteigenden Mondknoten. Die Mond- hat gegenüber der Sonnenbahn eine leichte Neigung. Die Überschneidungspunkte der beiden Bahnen nennt man Mondknoten. Wenn der Mond die Sonnenbahn von Süden nach Norden überschreitet, bezeichnet man dies als «aufsteigenden Mondknoten».

Sinkt er von Norden nach Süden unter die Sonnenbahn, heisst es «absteigender Mondknoten». Knotentage gelten als ungünstig für jegliche Gartenarbeit.  Das hat schon Maria Thun entdeckt und darauf weist auch der Demeter-Verband hin. Obwohl also der 28. November zu den Blütentagen gehört, die generell gute Tage für Erntearbeiten sind, sollte man dann den Garten ruhen lassen.

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