
Bei Herr und Frau Schweizer geniessen einheimische Produkte ein hohes Ansehen.
Michael Schenk
Heimische Lebensmittel geniessen bei den Schweizer Verbrauchern weiterhin ein hohes Ansehen. Das geht aus dem aktuellen Markt- und Konsumentenbarometer hervor, das Ende Oktober von der Agro-Marketing Suisse (AMS) vorgestellt wurde.
Laut der Erhebung bleibt die Herkunft aus der Schweiz das wichtigste Kriterium beim Kauf von Nahrungsmitteln. Daneben gewinnen Aspekte wie Tierwohl, Nachhaltigkeit und Regionalität weiter an Bedeutung.
Das Barometer zeigt aber auch, dass die Erwartungen der Konsumenten an Umwelt- und Tierwohlstandards zwar weiter steigen, sich diese Ansprüche im tatsächlichen Kaufverhalten jedoch nicht immer vollständig widerspiegeln. Demnach sprechen sich zwar viele Befragte für höhere Produktionsstandards, kurze Transportwege und eine tiergerechte Haltung aus, doch beim Einkauf spielen häufig Sonderangebote und günstige Preise eine entscheidende Rolle.
Hohes Vertrauen in Landwirtschaft
Nach wie vor hoch ist der Studie zufolge das Vertrauen in die Schweizer Landwirtschaft. Die Befragten verbinden heimische Produkte mit Qualität, Sicherheit und einer nachhaltigen Erzeugung. Für die Land- und Ernährungswirtschaft ergibt sich daraus ein Spannungsfeld: Einerseits bleiben die Herkunft aus der Schweiz und Nachhaltigkeit wichtige Verkaufsargumente; andererseits wächst der Druck, Lebensmittel für die Verbraucher bezahlbar zu halten.
Ein weiteres Thema der Umfrage war die Wahrnehmung und Bewertung von Labels und Garantiemarken. Die geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP) sowie die Bio-Suisse-Knospe weisen die höchste Glaubwürdigkeit auf. Auch Suisse Garantie, ein Herkunfts- und Qualitätslabel für Schweizer Agrarprodukte, wird als eher bis sehr glaubwürdig bewertet.