Kritiker sollen selber Rüben hacken

Die Kritik am Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ist gross. Die gesellschaftlichen Diskussionen um das Thema veranlassten Bernd Bundstein aus Moringen, Deutschland, zu einem freiwilligen Rübenhacken aufzurufen. Der Einladung folgten nur wenige.

Die Kritik am Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel ist gross. Die gesellschaftlichen Diskussionen um das Thema veranlassten Bernd Bundstein aus Moringen, Deutschland, zu einem freiwilligen Rübenhacken aufzurufen. Der Einladung folgten nur wenige.

Vergangenen Mai reichte das Komitee «future3.0» die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ein. Sie war bereits das zweite Zustandekommen eines Volksbegehrens, das sich gegen den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel ausspricht.

Pestizideinsatz – ein Thema, das auch im Nachbarsland für reichlich Zündstoff sorgt. Die andauernden gesellschaftlichen Diskussionen rund um den chemischen Pflanzenschutz nahm Landwirt Bernd Bundstein aus dem deutschen Moringen zum Anlass, über Facebook Freiwillige zum Rübenhacken zu animieren. Im Gegenzug könne er auf die sonst notwendige Herbizid-Anwendung verzichten.

Als Arbeitslohn stellte Bundstein den Betrag in Aussicht, den das Spritzen gekostet hätte, heisst es in einem Zeitungsartikel. Der Beitrag mit Fotos seines sieben Hektaren grossen Feldes soll über 1'200 Mal auf Facebook geteilt und dazu über 200 Mal kommentiert worden sein.

Dem Aufruf folgten jedoch nur wenige. Angemeldet hatten sich vier Freiwillige, nur zwei kamen und schafften insgesamt rund 100 Quadratmeter.  

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