
Von Starkregen spricht man, wenn es in kurzer Zeit intensiv regnet. Starkregen sind meist lokal begrenzt.
Alicja
Dahinter folgen Opfikon ZH mit 91 Millilitern und der Flughafen Zürich mit 66 Millilitern Niederschlag. Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen kam es dort wegen der schweren Unwetter zu 70 Flugannullationen, Verspätungen und Umleitungen.
25’000 Blitze
Zahlreiche Passagiere hatten ihre Reise wegen der heftigen Gewitter nicht antreten können und mussten über Nacht im Flughafen bleiben. Nach längeren Unterbrüchen sei der Betrieb am Mittwochmorgen dann «soweit normal» wieder angelaufen, teilte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
SRF Meteo zählte in der Nacht auf Mittwoch rund 25'000 Blitze. Besonders intensiv waren die Unwetter in der Innerschweiz und im Kanton Zürich.
Im Kanton Uri kam es zu Murgängen, Bäche traten über die Ufer, und es gab einen kleineren Waldbrand infolge eines Blitzeinschlags, wie die Urner Kantonspolizei schrieb. Personen seien nicht verletzt worden, und auch Evakuierungen seien bislang nicht erforderlich gewesen.
Überflutungen
Zu allfälligen Sachschäden gebe es noch keine Angaben. Verschiedene Strassen mussten gesperrt werden. In Seedorf UR etwa, wurde die Seestrasse zwischen dem Schulhaus Seedorf und dem Bolzbach wegen eines Felssturzes oder Erdrutsches gesperrt.
Im Kanton Zürich musste die Feuerwehr insgesamt 700 Mal wegen überfluteter Unterführungen, vollgelaufener Keller sowie Gewässern, die über die Ufer traten, ausrücken. Wegen des starken Regens musste am Abend zudem ein Konzert der Rockband Linkin Park im Zürcher Letzigrund-Stadion für rund 50 Minuten unterbrochen werden. Danach wurde die Veranstaltung fortgesetzt.
Kräftige Gewitter haben das Berner Oberland und die Region Bern seit Dienstagabend überzogen. Am Dienstagabend waren es das Oberland und die Region Thun, die von einem Gewitter heimgesucht wurden. In der Nacht auf Mittwoch entlud sich über der Stadt Bern eine Gewitterzelle. Am Mittwochvormittag bildete sich quer über das Mittelland eine kräftige Gewitterlinie, von der die Stadt Bern am stärksten betroffen war.
Es gab auch Gebiete, wo bisher praktisch kein Regen fiel. Das sind vor allem Regionen im westlichen Mittelland.