Mehr Geld für Moorschutz gefordert

Umweltorganisationen haben Angst um die Schweizer Moore. BirdLife Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz fordern deshalb 30 Jahre nach der Annahme der Moorschutz-Initiative von Bund und Kantonen mehr finanzielle Mittel.

Umweltorganisationen haben Angst um die Schweizer Moore. BirdLife Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz fordern deshalb 30 Jahre nach der Annahme der Moorschutz-Initiative von Bund und Kantonen mehr finanzielle Mittel.

Für die Werterhaltung und den Unterhalt der Moore seien deutlich mehr Mittel nötig - «so wie dies die Bundesverfassung eigentlich vorsieht», schreiben die Umweltorganisationen in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag.

Sie fordern daher, dass der Bund und die Kantone die Mittel sofort bereitstellen, denn die Kosten würden mit jedem ungenutzten Jahr höher.

30 Jahre «Rothenthurm-Initiative»

Am 6. Dezember jährt sich die Annahme der sogenannten «Rothenthurm-Initiative» zum 30. Mal. Damals sprach sich die Schweizer Stimmbevölkerung für den strengen Schutz der Moore aus, die unter anderem als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und als CO2-Speicher dienen.

Seither wurde zwar ein Teil der Moore aufgewertet und konnte so erhalten werden, trotzdem warnen die Umweltorganisationen: In 80 Prozent der Hochmoore bestehe dringender Sanierungsbedarf und in rund 70 Prozent der Flachmoore nehme die Verbuschung zu. «Heute existieren in der Schweiz nur noch rund 10 Prozent der ursprünglichen Moorflächen.»

Politisch unter Druck

Zudem stehen geschützte Landschaften und schützenswerte Lebensräume laut den Umweltverbänden politisch zunehmend unter Druck. Dagegen würden sie sich zur Wehr setzen, kündeten sie weiter an.

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