Das neue Merkblatt «Anleitung zur Zucht und Mast der Schwarzen Soldatenfliege» des FiBL beschreibt die Haltungsbedingungen und die Fütterung in der Hermetiazucht.
Die Schweiz importiert laut dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) über 80 Prozent des Rohproteins für Futtermittel für landwirtschaftliche Nutztiere und für die Aquakultur. Auch in der Biolandwirtschaft.
Eine mögliche Strategie zur Deckung der Proteinversorgung ist daher die Entwicklung von Futtermitteln auf Insektenbasis. Damit liessen sich in der Schweiz anfallende Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion weiterverarbeiten.
Knapp 60 Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle wären für die Verfütterung an Nutztiere, zu denen auch die Futterinsekten wie die Soldatenfliege (Hermetia) gezählt werden, geeignet.
Aus den gezüchteten Insekten lassen sich hochwertiges Rohprotein und Fette generieren. Damit liessen sich hohe Importe und weite Transporte vermeiden und der Land- und Wasserverbrauch sowie die Überfischung reduzieren.
Durch den Aufbau effizienter und nachhaltiger Insektenproduktionsstätten liessen sich die Klimabilanz und der Ressourcenhaushalt der Schweizer Landwirtschaft verbessern.
