Mit transgenen Schweinen menschliche Spenderorgane produzieren

Die Entwicklung transgener Schweinelinien zur Produktion von Spender-organen für den Menschen ist das Ziel eines Verbund-vorhabens insgesamt acht deutscher Forschungs-einrichtungen, das am 1. Juli startet.

AgE |

Die Entwicklung transgener Schweinelinien zur Produktion von Spender-organen für den Menschen ist das Ziel eines Verbund-vorhabens insgesamt acht deutscher Forschungs-einrichtungen, das am 1. Juli startet.

Wie die Münchener Ludwig-Maximilians-Universität in der vergangenen Woche mitteilte, können durch die Entwicklung transgener (GVO, in die Gene aus anderen Arten eingeschleust wurden) Schweinelinien Abstossreaktionen des menschlichen Körpers gegenüber eingepflanzten, tierischen Organen verringert werden.

Abstossungsreaktionen fielen umso heftiger aus, je weiter die Tiere entwicklungsgeschichtlich vom Menschen entfernt seien, berichtete die Hochschule. Ein Ziel der Forscher ist es nun, transgene Schweinelinien zu entwickeln, bei denen bestimmte Gene in den Zellen blockiert sind und deren funktionelle Abschriften, die Eiweisse, von menschlichen Genen stammten.

Diese Gewebe und Organe würden in präklinischen als auch in klinischen Studien untersucht. Zur Entwicklung der transgenen Schweinelinien wollen die Forscher Tiere von den Auckland-Inseln bei Neuseeland nutzen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass dort lebende Schweine keine pathogenen Keime in sich trügen und so keine Ansteckungsgefahr für Menschen darstellten, erläuterte die Hochschule. Deshalb seien sie der ideale Grundstock für Spenderzellen und -organe.

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