
Ab morgen nimmt der Mond wieder zu.
Pixabay
Beim Mond ändern in diesen Tagen gleich zwei «Bewegungen». Morgen Sonntag ist Leermond, ab dann nimmt die Mondsichel wieder zu. Und seit gestern ist der der Erdtabant obsigend. Ist der Mond obsigend, konzentrieren sich die Kräfte auf die oberen Pflanzenteile. Ideal wären diese Phasen für die Ernte von Früchten und Gemüsen, die oberhalb der Erdoberfläche gewachsen sind – im Winter allerdings findet man diese kaum bis auf Wintersalate im Treibhaus.

Im Mondkalender sieht man auch die Stellung und Phase des Mondes.
Goetheanum
Der absteigende Mond ist nicht zu verwechseln mit dem abnehmenden Mond, den wir am Himmel sehen. Dasselbe gilt für den aufsteigenden Mond. Aufsteigend (obsigend) und absteigend (nidsigend) bezeichnet die Stellung des Mondes in Bezug auf den Himmelsäquator.
Übrigens: Der Mond ist zunehmend zwischen Neumond und Vollmond (rechte Seite wird heller) und abnehmend zwischen Vollmond und Neumond (linke Seite wird dunkler). Eine Eselsbrücke für die Nordhalbkugel verwendet die Zeichen ( als «Klammer auf» für «abnehmend», und ) als «Klammer zu» für «zunehmend». Auch die beiden mathematischen Symbole < («kleiner als» für abnehmend) und > («grösser als» für zunehmend) eignen sich dafür.

Saturn steht beim Mond. Ihnen gemeinsam ist die Zahl 29,5.
Goetheanum
Und: der Mond ist der nächste Himmelskörper und Saturn der fernste, der mit blossem Auge zu sehen ist. Während der Mond 29,5 Tage für seinen Umlauf benötigt, zieht Saturn in 29,5 Jahren durch den Tierkreis. Jetzt stehen beide am rechten Rand der Fische beisammen. Es ist der Ort im Tierkreis, von wo die Sonne in ihrem Lauf den Frühling einläutet. Dort befindet sich ausserdem der fernste Planet: Neptun.
Nur im grösseren Fernglas erscheint er als zarter bläulicher Lichtpunkt. 168 Jahre benötigt dieser Planet für seine Umrundung, so dass er 14 Jahre sich durchschnittlich in einem Tierkreisbild aufhält. 1989 entdeckte man auf dessen Mond Triton etwas Spektakuläres: Auf dem Trabant des Neptun gibt es Eisgeyssire. Bei tiefsten Temperaturen nahe am absoluten Nullpunkt gibt es anscheinend eine geringe Erwärmung, und diese lässt gefrorenen Stickstoff und Kohlenmonoxid scheinbar kilometerweit emporschiessen.