
Ab 4.30 Uhr wird der Mond rötlich-ockerartig gefärbt.
zvg
Am 28. August muss man sich den Wecker spät stellen, wenn man die Mondfinsternis beobachten will. Es beginnt um 3.24 Uhr. Dann schiebt sich der Mond in den Halbschatten der Erde. Der Vollmond wird dabei etwas matter, aber es ist nicht leicht zu bemerken. Das ändert sich um 4.34 Uhr. Dann wandert der Erdtrabant in den Kernschatten unseres Planeten. Dabei gewinnt der Mond eine rötliche, ockerartige Färbung, denn in der Erdatmosphäre wird das Licht gebrochen und erreicht so als rötlichen Schein den Mond.
Maximum der Finsternis des Mondes ist dann um 6.13 Uhr. Dann steht der Mond schon tief am westlichen Horizont. Um 6.46 geht der Mond dann unter, sodass das Ende der Kernschatten-Finsternis um 7.52 Uhr nicht mehr zu sehen ist. Am Horizont erscheint der Vollmond grösser, als wenn er hoch am Himmel steht. Das ist nur scheinbar so und steigert es den Anblick des verdunkelten Mondes zur Zeit der grössten Verdunklung um 6.13 Uhr.
Nie ist er so fern
Schon vor der Verdunkelung, am 22. August, steht der Mond im Apogäum. Er hat also auf seiner Umlaufbahn den erdfernsten Punkt erreicht – rund 406’000km. In der traditionellen Biodynamik wird angenommen, dass die Anziehungskräfte des Mondes im Apogäum schwächer sind. Einige Landwirte und Gärtnerinnen meiden deshalb das Pflanzen oder Säen, da Pflanzen weniger kräftig reagieren.

Der Mond geht obsi, und er kommt der Erde wieder näher.
Goetheanum
Ebenfalls gibt es am Samstag eine Tiefstellung. Das heisst, der Mond geht wieder obsi. Aufsteigend (obsigend) und absteigend (nidsigend) bezeichnet die Stellung des Mondes in Bezug auf den Himmelsäquator. Was heisst das für Feld und Garten? Gepflanzt wird immer bei absteigendem Mond, wenn die Saftströme der Pflanzen den unteren Pflanzenteil verstärkt versorgen. Es kommt zu einem stärkeren Wurzelwachstum.
Ist der Mond obsigend, konzentrieren sich die Kräfte auf die oberen Pflanzenteile. Ideal sind diese Phasen für die Ernte von Früchten und Gemüsen, die oberhalb der Erdoberfläche gewachsen sind. Vom 22. abends bis 25. morgens gibt es laut dem Mondkalender nach Maria Thun Fruchttage. Diese sind ebefalls zur Beeren, Tomaten- oder Zucchiniernte geeignet.