Negativer Kombi-Effekt für Bienen

Honigbienen sind vor allem gefährdet durch Varroa-Milben und die Exposition gegenüber Neonikotinoid-Insektiziden. Doch wie sich diese zwei Faktoren gegenseitig beeinflussen und ob es allenfalls Synergien gibt, war bisher unbekannt.

Honigbienen sind vor allem gefährdet durch Varroa-Milben und die Exposition gegenüber Neonikotinoid-Insektiziden. Doch wie sich diese zwei Faktoren gegenseitig beeinflussen und ob es allenfalls Synergien gibt, war bisher unbekannt.

Das Insitut für Bienengesundheit IBH der Universität Bern hat im Rahmen einer Forschungsarbeit zusammen mit dem internationalen Honigbienen-Forschungsnetzwerk COLOSS zur Thematik geforscht. Nun wurde bekannt, dass ein Zusammenwirken zwischen der Milbe Varroa destructor und Neonikotinoid-haltigen Pflanzenschutzmitteln die Lebensdauer von Honigbienen (insbesondere die langlebigen Winterbienen) beeinträchtigt.

Eine blosse Behandlung mit ausgewählten Neonikotinoiden zeigte bei der Studie keinen Einfluss auf Gewicht und Langlebigkeit. Sobald allerdings ein Befall mit der Milbe Varroa destructor hinzukam, konnte ein negativer Kombi-Effekt nachgewiesen werden, wie das IBH schreibt.

Reduzierte Körpergrösse

Der negative Kombi-Effekt führte nicht nur zu einer kürzeren Lebensdauer der Winterbienen-Arbeiterinnen, sondern auch zu einer reduzierten Körpergrösse, schreibt das IBH. Die Körpergrösse sei ein wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit der Winterbienen, weil sie bestimmt, wie gut die Bienen ihre Körpertemperatur gegen die Kälte verteidigen können.

Lars Straub vom IBH plädiert für einen reduzierten Einsatz von Insektiziden und eine verbesserte Kontrolle der Varroa-Milbe.

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