Alle Schneekristalle sind sechseckig. Ihre weitere Form hängt von Temperatur und Feuchteangebot ab, so entstehen die «typischen» Kristalle, in der Fachsprache Dendriten genannt, vor allem bei einer Temperatur zwischen –10 und –20 Grad und bei grosszügig vorhandener Feuchtigkeit.
Die sechseckige Form kommt laut Meteo Schweiz zustande, weil Schneekristalle aus gefrorenem Wasser bestehen. Ein Wassermolekül besitzt negativ und positiv geladene Bereiche, welche die benachbarten Moleküle an- oder abstossen.
Die Moleküle ordnen sich dabei immer in einem Winkel von 60 beziehungsweise 120 Grad an, weil diese Anordnung energetisch betrachtet am günstigsten ist. Wenn ein Schneekristall von Auge sichtbar ist, also etwa 1mm gross, so besteht er bereits aus etwa 100 Trillionen Wassermolekülen.
Von Auge betrachtet sehen solche Schneekristalle identisch aus. Betrachtet man sie mikroskopisch, wird es nahezu unmöglich, zwei exakt identische Exemplare zu finden. Das liegt an der riesigen Anzahl an Wassermolekülen.
Wächst der Schneekristall, haben neue Wassermoleküle, die sich anlagern, quasi ebenso viele Möglichkeiten, dies zu tun, wie es Wassermoleküle im Schneekristall gibt. Es ist eigentlich unmöglich, dass sich alle Wassermoleküle zweimal mit derselben «Reihenfolge» anordnen. Jede Schneeflocke ist einzigartig.
