Nieselregen ist unsichtbar

Man kontrolliert das Regenradar auf der Wetter-App: kein Regen in Sicht. Doch draussen sind die Strassen und Wiesen nass. Diese Situation ist laut SRF Meteo nicht einem defekten Regenradar geschuldet.

Vielmehr habe das Radar Mühe mit Nieselregen – es erkenne ihn nicht. Verantwortlich sei das Messprinzip, schreiben die Meteorologen. Das Wetterradar kann Tropfen in der Luft registrieren. Dazu sendet es einen Radarstrahl aus und misst die Stärke des Echos, das zurückkommt.

Die Schweizer Radarstationen stehen auf Hügeln oder Bergen, damit sie möglichst weit «sehen». Sie tasten die Atmosphäre auf verschiedenen Höhen ab und finden so Tropfen oder Flocken. Der Radarstrahl sieht aber nicht bis zum Boden. Je nach Region werden Tropfen unterhalb von etwa 1 bis 3 km nicht registriert. Nieselregen stammt oft aus bodennahen Wolken wie Nebel oder Hochnebel. Die Nieseltropfen können somit im wahrsten Sinne «unter dem Radar fliegen» und werden schlicht nicht gesehen. 

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