
An Blütentagen gesät, soll die Ringelblume besonders schön blühen.
Paul Stalder
Nach dem Frost vor zwei und Ostern vor einer Woche hat die Sä- und Pflanzzeit endgültig begonnen. Für alle, die sich dabei nach dem Mond richten, heisst das: am Montag und Dienstag gibt es zwei Blütentage. Diese sind günstig für die Aussaat und Pflege von Blütenpflanzen, die dann besonders üppig blühen sollen – wobei die kurze Zeit des aufsteigenden Mondknotens gemieden werden sollte.
Ringelblumen, Kapuzinerkresse oder Kornblumen können ab April direkt ins Freiland gesät werden. Für die beliebte Ringelblume, einer Heilpflanze, die sogar den Boden kurieren soll, braucht es einen unkrautfreien, nicht zu stickstoffhaltigen Boden. Die Samen werden in Saatrillen und mit einem Abstand von 10 bis 25 cm direkt in die Erde gesät. Wichtig: die Lichtkeimer nicht zu dick mit Erde bedecken.

Nach den beiden Blüten- folgen drei Blatttage.
Goetheanum
Die Ringelblume wirkt stark entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung. Man kann Tinkturen oder Salben kaufen, aber durchaus auch selber herstellen. Die Onlineplattform von «Mein schöner Garten» gibt eine Anleitung für einen Ölauszug. Am besten geeignet dazu sind frisch gepflückte, saubere Blütenblätter. Zudem braucht es hochwertiges kaltgepresstes Öl wie Mandel-, Raps- oder Olivenöl. Für einen Kaltauszug die Blüten in ein Schraubglas geben, mit Öl bedecken, verschliessen und vier bis sechs Wochen an einem warmen Ort, nicht an der prallen Sonne, ziehen lassen und täglich schütteln. Das fertige Öl durch ein feines Tuch oder Sieb abseihen, um die Blütenreste zu entfernen.
Das passiert am Himmel
Mitte April steht Venus bei Sonnenuntergang 20 Grad über dem Horizont. Das entspricht der augestreckten gespreizten Hand. Schon kurz nach Sonnenuntergang findet man den hellen Planeten über dem westlichen Horizont. Jede Woche wächst diese Höhe des Abendsterns um 1 Grad. Mit jedem Grad Höhe ist Venus auch länger am Abendhimmel zu sehen. Jetzt sind es gut zwei Stunden und Ende April dann zweieinhalb Stunden.
Rechts neben Venus sieht man die Sternansammlung der Plejaden. Mit blossem Auge sind meistens sechs Sterne in dem offenen Sternhaufen zu entdecken. Doch warum heisst es dennoch «Siebengestirn»? Antwort: weil die Plejaden im griechischen Mythos sieben Schwestern waren. Im Fernrohr sind dann über 400 Sterne zu finden. Die Sternengruppe erscheint dabei mit einer Ausdehnung von 2 Grad etwa viermal so gross wie der Mond und in zart bläulicher Färbung. Das liegt daran, dass hinter dem Sternhaufen ein Nebel liegt, der von den Sternen angeleuchtet wird und deshalb wie Rauch vor scharzem Hintergrund bläulich schimmert.

Venus steigt am Abendhimmel täglich höher.
Goetheanum