
Jupiter und Saturn laufen auf verschiedenen Bahnen.
NASA
Wer Anfang September am Morgen den Blick nach Süden lenkt, sieht links im Osten Jupiter im Aufgang und rechts im Westen Saturn im Untergang. Wenn man über einen feinen geometrischen Sinn verfügt, wird man vielleicht spüren, dass zwischen beiden grossen Wandlern sich ein besonderer Winkel spannt.
Johannes Kepler, der Begründer der modernen Astronomie, meinte, dass es einen feineren musikalischen Sinn gäbe. So wie man musikalische Intervalle als Wohl- oder Missklang hört, so sei es auch möglich, geometrische Proportionen zu unterscheiden.

120 Grad spannen die beiden grossen Planeten auf.
Goetheanum
Jetzt spannen Jupiter und Saturn ein Drittel des Tierkreises auf – sie stehen im Trigon. Nach Konjunktion und Opposition ist es nach Kepler der wichtigste Aspekt zwischen zwei Planeten. Jupiter und Saturn stehen im Takt der Jahrzehnte zusammen und in Opposition. Jetzt gehen sie auf ihre Opposition 2030 zu. Deshalb ist es nur noch gut ein Jahr möglich, beide fernen Wandler gemeinsam am Himmel zu sehen.
Zwiebeln stecken
September heisst auch Herbstbeginn. Nach seiner Hochstellung am 5. Oktober geht der Mond wieder nidsi. Es ist laut dem Mondkalender die Zeit, um zu pflanzen, denn die Saftströme konzentrieren sich auf den unteren Pflanzenteil und es kommt zu einem stärkeren Wurzelwachstum.
Wer nun denkt, dass es im Herbst im Garten nur noch zu ernten gibt, liegt falsch. Genauso wie im Feld nun Raps, Gerste und später Weizen in den Boden kommen, sind auch die Beete neu zu beslegen:
Wer jetzt Nüsslisalat sät, kann ihn laut «Kraut & Rüben» zu Beginn des Frühlings ernten. Auch Kresse und Winterportulak gedeihen noch sehr gut und lassen sich für eine Frühjahrsernte überwintern. Ein weiterer Kandidat ist Spinat, der für den Frühjahrsschnittgesät wird. Wintersteckzwiebeln kommen nun auch in die Erde. Sie sind bis zu sechs Wochen früher erntereif als im Frühling gesteckte Zwiebeln.

Blattage für de Nüsslisalat
Goetheanums
Der beliebte Nüsslisalat wie auch Spinat und Kresse werden nach Maria Thun, der Erfinderin des Mondkalenders, an Blatttagen bewirtschaftet, also wieder ab dem 7. September. Zwiebelsteckzeit bei nidsigehendem Mond ist erst wieder am 11. September, einem Wurzeltag.