Prix Courage: Landwirt nominiert

Der Thurgauer Bauer Markus Ramser ist für den Prix Courage des "Beobachters" nominiert worden. Er bildet auf seinem Hof Flüchtlinge aus Eritrea aus. -> Mit Video

Der Thurgauer Bauer Markus Ramser ist für den Prix Courage des "Beobachters" nominiert worden. Er bildet auf seinem Hof Flüchtlinge aus Eritrea aus. -> Mit Video

Ramser ist einer von 6 Kandidatinnen und Kandidaten, die der Beobachter für den Prix Courage nominiert hat.

Er ist überzeugt davon, dass Integration nur gelingt, wenn man sie lebt und geht mit gutem Beispiel voran. Im Rahmen eines Projektes des Schweizer Bauernverbandes (SBV) und des Staatssekretariats für Migration bildet er auf seinem Betrieb vorläufig aufgenommene eritreische Flüchtlinge aus.

In seinem ländlichen, konservativ geprägten Umfeld machte sich Ramser, 68, damit nicht nur Freunde. «Anfangs erhielten wir anonyme Briefe mit unschönen Inhalten. Etwa dass uns die ­Asylanten im Schlaf umbringen würden», sagt er zum Beobachter. Ramsers erster Schützling war Tesfu Adhanom. Sprachprobleme und der Nachzug von Adhanoms Frau Merhawit machten die kulturellen Unterschiede noch deutlicher. 

Ramsers gaben aber nicht auf. Tesfu Adhanom hat mittlerweile die zweijährige ­Attestlehre an der Landwirtschaftsschule Arenenberg abgeschlossen und arbeitet weiterhin bei der Bauernfamilie.

Wer für den Prix Courage abstimmen will, kann dies über die Website des Beobachters tun.

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