RU: 100'000 Tonnen geschmuggelter Käse

Ein Drittel des russischen Käsemarktes besteht nach Einschätzung des Moskauer Institutes für Konjunktur der Agrarmärkte (IKAR) aus illegaler Ware. Damit reagierten Schmuggler auf das russische Einfuhrembargo für Lebensmittel aus westlichen Ländern.

Ein Drittel des russischen Käsemarktes besteht nach Einschätzung des Moskauer Institutes für Konjunktur der Agrarmärkte (IKAR) aus illegaler Ware. Damit reagierten Schmuggler auf das russische Einfuhrembargo für Lebensmittel aus westlichen Ländern.

Die betreffende Jahresmenge veranschlagten die Marktexperten auf 100'000 t Käse. In der Regel handle es sich dabei um Lieferungen über Weissrussland und Kasachstan, die dann umverpackt und umbenannt als Käse aus diesen Ländern nach Russland eingeführt würden.

Ausserdem werde Käse zum Beispiel als Baustoff deklariert importiert. Es komme aber auch vor, dass Transitcontainer, die durch Russland vermeintlich nach Kasachstan transportiert würden, in Russland „verloren“ gingen.

Die Nettogewinnspanne der Schmuggler reiche je Kilogramm Käse von 6,71 bis 8,39 Franken. Laut IKAR betrifft das Einfuhrembargo viele in Russland beliebte Käsesorten wie Brie, Parmesan, Cambozola, Camembert, Dorblu, Roquefort, Emmentaler und Gruyère. 

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