Sawiris stellt Defizitgarantie für Olympia 2038 in Aussicht

Investor Samih Sawiris will einen Teil der 200-Millionen-Franken-Defizitgarantie der Schweizer Bewerbung für die Winterspiele Olympia 2038 übernehmen. Sawiris ist kein Unbekannter. 

sda/jgr |

Der ägyptische Investor Samih Sawiris will laut der «NZZ am Sonntag» einen Teil der 200-Millionen-Franken-Defizitgarantie der Schweizer Bewerbung für die Winterspiele Olympia 2038 übernehmen. Die Höhe des Anteils lässt er offen.

«Gegenüber den Initianten der Olympischen Winterspiele in der Schweiz habe ich zugesagt, mich an einem allfälligen Defizit zu beteiligen», teilte Samih Sawiris auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schriftlich mit. Die allfällige Höhe des Anteils und «weitere Details» seien nicht bestimmt, hiess es weiter.

Der Bundesrat hatte Mitte Januar angekündigt, den Grossanlass mit bis zu 200 Millionen Franken zu unterstützen, aber keine Haftung für ein Defizit zu übernehmen. Für allfällige Defizite sollen Private aufkommen, so der Bund.

Der Verein Switzerland 2038, der die Kandidatur vorbereitet und das Dossier erstellt, rechnet mit Gesamtkosten von rund 2,2 Milliarden Franken für die Olympischen Winterspiele in der Schweiz.

Projekt auf Halbinsel 

Samih Sawiris gehört zur bekannten Sawiris-Unternehmerfamilie und ist Gründer bzw. Hauptaktionär der Tourismus- und Immobilienfirma Orascom Development Holding, deren Sitz in Altdorf UR ist.

Das wichtigste Projekt ist das Tourismusresort Andermatt Swiss Alps , gestartet in den 2000er-Jahren. Es umfasst 6 Hotels im 4- und 5-Sterne-Bereich, rund 500 Ferienwohnungen, 18-Loch-Golfplatz, Konzerthalle und Kongresszentrum wie auch Restaurants, Geschäfte und Freizeitangebote. 

Ein weiteres Projekt ist g emäss srf.ch in der Bündner Surselva. In Dieni bei Sedurn soll ein grosses neues Tourismus-Resort entstehen. Geplant sind unter anderem mehrere Hotels, Appartmenthäuser, Läden, Restaurants und Bars. Andermatt Swiss Alps investiert 170 Millionen Franken. Die Baubewilligung liegt vor, Baustart ist dieses Jahr geplant. 

Ein weiteres Projekt von Sawiri indessen ist blockiert. Er will auf der Halbinsel Isleten UR, auf dem Areal einer ehemaligen Sprengstofffabrik,  eine Marina mit Bungalows, Hotel und Bootsplätzen bauen. Der Bund unterstützt die Aufwertung der Isleten, hält das geplante Marina-Projekt aber in der aktuellen Form für nicht machbar, schreibt srf.ch.  Bundesrat Albert Rösti will im Frühling mögliche Anpassungen vor Ort prüfen.

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