Im Streit um sein tägliches Burger-Gericht hat ein Gericht in Istanbul dem Mitarbeiter einer internationalen Fast-Food-Kette Recht gegeben. Er erhält einen Schadenersatz von 5600 Türkischen Lira (2840 Franken).
Der Auslieferungsfahrer, der drei Jahre bei der Kette angestellt war, hatte sich geweigert, jeden Tag einen Burger als Mittagsgericht zu akzeptieren. Deswegen verlor er seine Stelle, wie die türkische Zeitung «Bugün» am Montag unter der Überschrift «Burger-Folter» berichtete.Der Mann hatte erklärt, schon aus gesundheitlichen Gründen kein fettiges Essen zu sich nehmen zu dürfen. Es sei ausserdem unfair, wenn Arbeitgeber jeden Tag das gleiche Essen anbieten.
«Es ist ein Verstoss gegen Menschenrechte, Mitarbeitern jeden Tag die gleiche Mahlzeit aufzuzwingen», sagte der Fahrer der Zeitung. «Ich hoffe, dass diese Entscheidung den zehntausenden Mitarbeitern der Fast-Food-Industrie in der Türkei hilft.»