Schluss mit «Luxusflügen» in alpinen Schutzgebieten

Die Alpenschutzorganisation «Mountain Wilderness Schweiz» fordert ein Verbot touristischer Gebirgslandungen in geschützten Landschaften. Da die Zahl der Flugbewegungen seit 2007 um fast 60 Prozent gestiegen ist, verlangt die Organisation nun rechtliche Konsequenzen.

pd/ome |

In einer Mitteilung kündigt Mountain Wilderness Schweiz an, vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein Verbot touristischer Gebirgslandungen in Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN-Gebiete) zu fordern. Da die Zahl der Flugbewegungen seit 2007 um fast 60 % gestiegen ist, verlangt die Organisation nun die konsequente Umsetzung des Natur- und Heimatschutzgesetzes.

Dramatischer Anstieg der Flugbewegungen

Obwohl bereits ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) aus dem Jahr 2012 festhielt, dass Gebirgslandungen den Schutzzielen national bedeutender Landschaften widersprechen, blieb der Bund untätig. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

  • 2007: 10’112 registrierte Flugbewegungen.
  • 2024: 17’024 registrierte Flugbewegungen.
  • Zuwachs: Fast 60 Prozent Steigerung

Rund die Hälfte dieser «Luxus-Flüge» dient rein touristischen Zwecken, beispielsweise dem Heliskiing oder exklusiven Gletscher-Apéros.

Gesuch an das UVEK

Noch in diesem Jahr werde Mountain Wilderness ein offizielles Gesuch beim UVEK einreichen. Das Ziel besteht darin, die Nutzung der Gebirgslandeplätze auf ihre Vereinbarkeit mit dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz zu überprüfen und touristische Landungen in BLN-Gebieten endgültig zu untersagen.

Die Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness Schweiz machte am Osterwochenende beim Gebirgslandeplatz Rosablanche VS auf die Verletzung der Schutzziele der «wertvollsten Landschaften der Schweiz» durch Gebirgslandungen aufmerksam.

«Schutzgebiete in den Bergen müssen Räume der Ruhe bleiben. Lärm und Abgase durch touristische Flüge stehen im direkten Widerspruch zu diesem Anspruch», betont Aaron Heinzmann, Projektleiter Alpenschutz bei Mountain Wilderness Schweiz. Die Organisation erwartet, dass die Behörden ihrer Verantwortung nachkommen und die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der Natur endlich konsequent anwenden.

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