Das Wachstum von Schneekristallen hat ein Forscherteam aus Regensburg und London am Computer simuliert. Dies teilte die Universität Regensburg am Dienstag mit. Die Simulation ermögliche Einblicke, wie Schneekristalle theoretisch entstehen.
Bislang hätten die komplexen Bedingungen, unter denen sich die unterschiedlichen Kristallarten bilden, der Wissenschaft Rätsel aufgegeben. Den Mathematikern aus Regensburg und Wissenschaftern des Imperial College in London gelang es, auf Basis physikalischer Grundgleichungen eine Vielzahl natürlicher Schneekristallformen nachzubilden.Die Form eines Schneekristalls lässt den Forschern zufolge Rückschlüsse auf die meteorologischen Bedingungen zu, unter denen sie entstanden. Schneekristalle würden so zu «Briefen aus dem Himmel», wie sie der japanische Physiker Ukichiro Nakaya genannt habe.
Zudem spiele das Kristallwachstum in der Halbleitertechnologie, der Solarindustrie und beim Erstarren klassischer Werkstoffe eine wichtige Rolle, hiess es weiter.