Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt zudem vor dem nächsten Sturmtief, das Schnee und Stürme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit Einschränkungen auslösen soll.
Sturmwellen
Auch Frankreich rüstet sich ähnlich wie Grossbritannien für das Sturmtief «Goretti», das mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend über den Nordwesten des Landes hinwegziehen soll. Für 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange und für die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot erlassen. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu Ausfällen im Bahnverkehr.
Die erwarteten spektakulären Sturmwellen an der Küste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusätzlichen Reservierungen, wie der Sender BFMTV berichtete.
Viel Schnee im Norden
In Schweden bescherte der Schnee vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und Züge still.
Auch in grossen Teilen Norddeutschlands wurden Schulen geschlossen und sollen am Freitag geschlossen bleiben. Für die Region von Ostfriesland bis Hamburg sowie grosse Teile Schleswig-Holsteins sprach der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung (Stufe drei von vier) aus.
Haushalte ohne Strom
Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In Südosteuropa verursachten Schnee und vereiste Strassen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle. In Rumänien sind rund 11.000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt Stromausfälle.
Im Südosten Bulgariens machen indes Überschwemmungen nach starken Regenfällen den Menschen zu schaffen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. Eisig ist es auch in Tschechien: In Prag lag die Tiefsttemperatur bei minus 10,8 Grad Celsius. In den Skigebieten im Erzgebirge und im Riesengebirge freuten sich Wintersportler über ausgezeichnete Bedingungen.

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