Mit einer Gedenkminute und Glockengeläute hat die Schweiz am Freitagmittag der über 9300 Menschen gedacht, die in der Corona-Pandemie gestorben sind. Vor genau einem Jahr ist in der Schweiz der erste Todesfall wegen des Coronavirus bekannt geworden.
Bundespräsident Guy Parmelin hatte zu Beginn der Woche die Kirchen in der Schweiz aufgerufen, am Freitagmittag die Glocken läuten zu lassen. Die Schweizerinnen und Schweizer rief er gleichzeitig zu einer Schweigeminute auf.
Opfer und Erkrankte
Die Gedenkminute schlug Parmelin nicht nur für die mittlerweile mehr als 9300 Opfer der Pandemie und für jene vor, die Angehörige verloren haben. Gedacht werden sollte auch jener Menschen, die derzeit an der Krankheit leiden oder sich von den Spätfolgen erholen, aber auch jener, die sie dabei unterstützten.
«In aller Stille, und doch gemeinsam, wollen wir unsere Freundschaft, Unterstützung und Dankbarkeit bezeugen und uns daran erinnern, dass das Leben uns immer wieder das Geschenk der Hoffnung macht», sagte Parmelin in einer am Freitagmorgen auf Twitter verbreiteten Videobotschaft.
Anerkennung für Pflegepersonal
Seit dem ersten Todesfall in der Schweiz vor einem Jahr habe die Pandemie die Welt erschüttert. Auch die Schweiz habe einen hohen Preis bezahlt. Über 9000 Menschen seien an den Folgen des Coronavirus gestorben. «Viele Erkrankte leiden an Spätfolgen und Tausende haben ihre Arbeit und zuweilen auch die Hoffnung verloren», sagte Parmelin weiter.
«Halten wir inne in Gedanken an die Opfer der Pandemie. Gedenken wir der Menschen, die weiterhin für ihre Gesundheit und ihre Arbeit kämpfen», sagte Parmelin weiter. Anerkennung verdiene auch das Pflegepersonal.
Auf die Organisation einer Gedenkzeremonie hat der Bundesrat in Absprache mit den Präsidenten von National- und Ständerat verzichtet. Begründet wird dieser Entscheid mit der aktuellen epidemiologischen Lage. Unabhängig vom Bund bereiten auch die Landeskirchen Traueranlässe vor.

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