Seit 65 Jahren richten sich Gärtnerinnen nach ihr

Seit 65 Jahren liefert der Monkalender eine Anleitung, der viele Gärtnerinnen und Gärnter folgen. Maria Thun hat sie geschaffen – sie brchte ihr Gemüse in Zusammenhang mit dem Mond.

sum |

Morgen, am 12. Juli, erreicht der Mond seine Hochstellung und wechselt die Richtung von obsgend zu nidsigend. Dies verstärkt die Saftströme der Pflanzen in den unteren Pflanzenteil. Es kommt zu einem stärkeren Wurzelwachstum. Optimal ist das, um zu Pflanzen oder Auszusäen. 

Aber: Laut Maria Thun, geboren 1922 und gestorben 2012, der Entwicklerin des Mondkalenders, spielen auch die Blüten-, Blatt-, Furcht- und Wurzeltage eine Rolle bei der Planung der Arbeiten. 

Ein Beispiel: Am 13. und 14. Juli gibt es zwei Blütentage. Als Blütentage bezeichnet Maria Thun laut demeter.ch die Tage, an denen der Mond vor den Tierkreiszeichen Zwillinge, Waage und Wassermann steht. An diesen Terminen ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat, Pflege und Ernte von Blumen, Heilkräutern und blühenden Nutzpflanzen wie Brokkoli oder Artischocken. 

Garten mit Planeten

Maria Thun, im Blog von wurzelwerk.net als Pionierin des biologisch-dynamischen Pflanzenbaus schlechthin bezeichnet, hat vor 65 Jahrenin das Gemüse in ihrem Garten beobachtet, Sie stellte fest fest, dass Radiesli besser wachsen, wenn sie bei der Aussaat, Pflanzung und auch bei den Gartenarbeiten die Konstellation der Planeten beachtet. 

Brokkoli gibt es  – für milde Lagen – auch als winterharte Variante. Er liefert in der kalten Jahreszeit Vitamine. Pflanztermin  ist allerdings im August und September. Das Gemüse dann im April bis Mai erntereif.

Abgeflachte Glocke

Die kommende Woche ist leermond. Danach nimmt die Sichel wieder zu. Was eine Frage aufwirft: 

Warum erscheint eigentlich der tiefestehende Vollmond am Horizont so gross, während er recht klein wirkt, wenn er hoch am Himmel steht? Das gleiche Phänomen gilt für die Sonne. Auch sie erscheint bei hohem Stand kleiner zu sein, als wenn sie im Auf- oder Untergang begriffen wird.

Dieser gefühlte Grössenunterschied gilt auch für Sternbilder. Beim Grossen Wagen ist es gut zu sehen. Wann das Bild hoch am Himmel steht, wirkt es recht klein. Findet man dagegen den Grossen Wagen am Horizont stehen, so überrascht die weite Ausdehnung des Bildes. Woher kommt dieser Unterschied, diese optische Täuschung? Wir erleben den Sternenhimmel nicht als runde Kuppel, sondern als abgeflachte Glocke.

Was nahe am Horizont sich befindet scheint uns näher zu sein und wird deshalb innerlich ausgedehnt. Ein Vergleich: wenn man von 5m Höhe einen Menschen liegen sieht, erscheint er viel kleiner, als wenn man den Menschen auf gleicher Höhe auf sich zukommen sieht.

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