Sondermünze zu Hornussen

Der Bund würdigt den Schweizer Nationalsport Hornussen und Aventicum, die historische Altstadt der Helvetier, mit zwei Sondermünzen. Liebhaber müssen sich beeilen: Die Sammelstücke sind nur in limitierter Auflage erhältlich.

Der Bund würdigt den Schweizer Nationalsport Hornussen und Aventicum, die historische Altstadt der Helvetier, mit zwei Sondermünzen. Liebhaber müssen sich beeilen: Die Sammelstücke sind nur in limitierter Auflage erhältlich.

Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint lancierte die beiden neuen Sondermünzen am Donnerstag. Ab sofort können sie bei Banken, Münzhändlern und über das Internet bezogen werden. Die Sondermünze «Hornussen» ist silbrig und hat einen Nennwert von 20 Franken, jene zum Jubiläum «2000 Jahre Aventicum» ist aus Gold und 50 Franken wert.

1625 vermutlich das erste Mal gespielt

Die Hornussermünze wurde vom Berner Grafiker Roland Hirter gestaltet, wie der Bund mitteilte. Sie ist die letzte auf den Markt kommende Münze der dreiteiligen Serie «Schweizer Volkssportarten». Jassen und Schwingen wurden bereits numismatisch verewigt.

Das Hornussen gilt als eine der drei traditionellen Schweizer Nationalsportarten. In der heutigen Spielweise befördert der Schläger den Hornuss mit dem elastischen Stecken aus Kohlefasern vom Abschlagbock in Richtung des «Ries» (gegnerisches Feld). Die «Abtuer» der gegnerischen Mannschaft versuchen, den anfliegenden Hornuss mit vorgehaltener oder hochgeworfener Schindel so früh als möglich aufzuhalten, bevor dieser den Boden berührt. Gelingt dies nicht, wird der abtuenden Mannschaft eine Nummer geschrieben.

Die aktuell gespielte Form stammt wahrscheinlich aus dem Emmental (früheste Erwähnung 1625), schreibt Swissmint. Jeremias Gotthelf beschrieb in «Uli der Knecht» detailreich das Hornussen und seine Bedeutung für das bäuerliche Leben. Im Jahr 1902 wurde in Burgdorf der Eidgenössische Hornusserverband gegründet.

Avenches mit Goldmünze

Auch der neuen Goldmünze ist Avenches VD abgebildet. Dort befindet sich die Fundstätte von Aventicum, der Hauptstadt der Helvetier, deren Territorium sich einst fast über das ganze Schweizer Mittelland erstreckte und im 3. Jahrhundert nach Christus nahezu 20'000 Bewohnerinnen und Bewohner zählte.

Die historische Stadt mit Thermalbädern, Tempeln, einem Theater und einem Amphitheater war zu Beginn des 6. Jahrhunderts auch Bischofssitz, bevor dieser später nach Lausanne verlegt wurde. Die 50-Franken-Jubiläums-Goldmünze der Swissmint zeigt das wichtigste Fundstück von Aventicum, die berühmte Goldbüste des Kaisers Marc Aurel.

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