Spektakulärer Sternschuppenregen erwartet

Der Sternschnuppenregen wird voraussichtlich in der Nacht vom 12. auf den 13. August seinen Höhepunkt des Jahres erreichen. Dieses Jahr erwartet Yannick Emery, Präsident der Waadtländer Astronomischen Gesellschaft, den berühmten Meteorregen der Perseiden mit besonderer Spannung.

sda |

Ein versprechendes Ereignis:

Der Höhepunkt der Perseiden falle dieses Jahr mit einer seltenen Sonnenfinsternis zusammen, bei der die Sonne in der Schweiz gegen 20.30 Uhr zu mehr als 90 Prozent verdeckt sein werde. Sobald die Nacht hereinbreche, würden die Perseiden am Himmel zu sehen sein. Diese Nacht vom 12. August werde «mit grosser Spannung erwartet», sagte Emery im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ein weiterer Grund zur Freude sei der Neumond, der für einen «völlig schwarzen» Himmel sorgen werde – ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, als ein fast voller Mond die Beobachtung beeinträchtigt hatte. «Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der Himmel klar und wolkenlos bleibt», fügte der Experte an.

Tipps: 

Man kann die Perseiden, die jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte August zu sehen sind, bereits jetzt beobachten. Um möglichst viele zu sehen, empfiehlt Emery, «so hoch wie möglich hinaufzusteigen», um der Lichtverschmutzung zu entkommen. Dabei solle man in Richtung Nordosten, zum Sternbild Perseus, blicken. Am besten sei es, den Himmel mit blossem Auge zu beobachten. Dabei sei es wichtig, dass sich die Augen zuerst an die Dunkelheit gewöhnen könnten. Dafür sollen bestimmte Lichtquellen, wie beispielsweise ein Blick aufs Mobiltelefon, vermieden werden.

Weltraummüll: 

Wenn von einem Sternschnuppenregen die Rede ist, handelt es sich streng genommen nicht um Sterne, sondern um Staubpartikel eines Kometen. Diese Trümmerteilchen treten mit sehr hoher Geschwindigkeit (etwa 210'000 Kilometern pro Stunde) in die Erdatmosphäre ein und hinterlassen dabei leuchtende Spuren, während sie verglühen. Es handelt sich um Körner mit einem Durchmesser von etwa 0,1 Millimetern, die in Ausnahmefällen bis zu einem Zentimeter gross sein können, wie Emery erklärte. Im Durchschnitt seien 25 Meteore pro Stunde zu sehen, beim Aktivitätshöhepunkt sogar bis zu 100 pro Stunde.

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