Speziell: Glace mit Heuschrecken

Heuschrecken kannte man in New York lange Zeit vor allem an der Wall Street, nämlich als gewissenlose Investoren vor der Bankenkrise. Jetzt landen die kleinen Hüpfer in der Metropole auch auf Glace-Bechern und schliesslich im Magen von Kunden.

Heuschrecken kannte man in New York lange Zeit vor allem an der Wall Street, nämlich als gewissenlose Investoren vor der Bankenkrise. Jetzt landen die kleinen Hüpfer in der Metropole auch auf Glace-Bechern und schliesslich im Magen von Kunden.

Die Gelateria «La Newyorkina» verkauft im West Village in Manhattan noch bis Ende August den Becher «Happy Hoppy» (etwa «Fröhlich Hüpferisch»). Er besteht aus mit Chipotle-Chili angereicherter Vanilleglace, Mezcal-Caramel, einer kandierten Orangenscheibe und gerösteten Heuschrecken.

«Ich liebe den Geschmack und die Konsistenz», sagte Inhaber Fany Gerson der Nachrichtenagentur dpa. «Heuschrecken werden in verschiedenen Teilen Mexikos, woher ich stamme, als leckerer Snack genossen und ich wollte sie schon eine Weile nutzen, weil ich sie für eine grossartige Ergänzung zu Glace halte.»

Die auf Spanisch als «chapulines» bekannten Insekten werden in Mexiko meist geröstet und mit Salz und Limetten- oder Zitronensaft angeboten. Die knusprigen Heuschrecken sind etwa so gross wie ein Fingerhut und schmecken unerwartet würzig. Viele Kunden vergleichen ihren Geschmack aber auch mit dem von Haferflocken, sagte Mitarbeiter Roy Martinez. Der Glace-Becher kostet umgerechnet etwa 11,50 Franken.

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