Städteverband fordert nationalen Aktionsplan gegen Hitze

Hanspeter Hilfiker, Präsident des Schweizer Städteverbandes, hat einen nationalen Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel gefordert. Die Schweizer Städte seien für ein anderes Klima gebaut worden, sagte der FDP-Politiker im Interview mit dem «SonntagsBlick».

sda |

«Die Anpassung an den Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir Städte werden sie nur im Verbund mit Kantonen und Bund bewältigen können», sagte Hilfiker. Die Städte seien sich der Klimaentwicklung seit langem bewusst und hätten bereits zahlreiche Massnahmen ergriffen. Die Anpassung sei jedoch ein langer und teurer Prozess, den sie nicht alleine stemmen könnten.

Nötig seien eine geregelte Finanzierung sowie eine nationale Koordination bei der Priorisierung von Massnahmen. Städte, Kantone und Bund sollten gemeinsame Schritte beschliessen. Als Beispiele nannte Hilfiker die Entsiegelung von Plätzen, die Begrünung von Strassen, die Sanierung von Schulhäusern und den Umbau zu Schwammstädten.

Klimaanlagen seien für bestimmte Innenräume wie Krankenhäuser oder Schulen zu prüfen. Sie seien aber «nur ein kleiner Puzzlestein» unter den nötigen Massnahmen, um die Städte auch bei Hitze lebenswert zu erhalten.

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