Studie: Ärmere Schüler stärker durch Corona benachteiligt

sda |

Bei Grundschülern aus ärmeren Familien sind durch die Schulschliessungen während der Pandemie einer aktuellen Untersuchung aus England zufolge grössere Wissenslücken entstanden als bei anderen

 «Diese Schüler haben grössere Lernverluste erlebt als ihre wohlhabenderen Gleichaltrigen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die allgemeine Kluft im Bildungsniveau vergrössert», sagte der Studienautor Jon Andrews des Education Policy Institute, das die Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung durchgeführt hat.

Die Lernverluste werden in der Auswertung als fehlende Monate gezählt, die die Schüler verglichen mit einem typischen, normalen Schuljahr hinter den Erwartungen zurückbleiben. Als Kinder aus ärmeren Verhältnissen haben die Wissenschaftler jene eingestuft, die kostenlose Schulessen in Anspruch nehmen.

Während die Grundschüler in der zweiten Hälfte des vergangenen Herbstsemesters im Schnitt in Mathe 2,7 Monate zurücklagen und im Lesen 1,2 Monate, lag dieser Rückstand bei Kindern aus ärmeren Familien bei 3,3 Monaten (Mathe) beziehungsweise 1,6 Monaten (Lesen).

Ausserdem fielen die Rückstände im Norden Englands im Schnitt grösser aus als im wohlhabenderen Süden des Landes und der Hauptstadt London.

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