Tessin: Goldmine wiedereröffnet

Im Malcantone, der hügeligen Region westlich von Lugano, wurde in der Nähe des Dorfes Sessa eine alte Goldmine wieder eröffnet und dem Publikum zugänglich gemacht. Sie gibt Einblick in einen wenig bekannten Teil Tessiner Geschichte.

Im Malcantone, der hügeligen Region westlich von Lugano, wurde in der Nähe des Dorfes Sessa eine alte Goldmine wieder eröffnet und dem Publikum zugänglich gemacht. Sie gibt Einblick in einen wenig bekannten Teil Tessiner Geschichte.

Das Malcantone ist reich an Edelmetallen. So wurde unter anderem dort von 1874 bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts Gold abgebaut. Doch obschon sich die letzten Erträge der Goldmine von Sessa bis auf 500 Kilogramm im Wert von zwei Millionen Franken des gelben Metalls beliefen, war der Aufwand letztlich grösser als der Ertrag. So wurde die Mine stillgelegt und geschlossen, als die Betriebsgenehmigung des Kantons Tessin ausgelaufen war. Nun hat sie der Verein «Minieradoro» dem Publikum wieder zugänglich gemacht.

Das rund 2 Kilometer lange Tunnelsystem soll als Sehenswürdigkeit von didaktischem und kulturellem Wert dem Publikum offenstehen. Sie ist Teil eines Themenwanderwegs, der anhand verschiedener historischer Zeugnisse ein Bild von den früheren Lebensbedingungen in der Region gibt. Eine separate Infostation schildert das harte Leben der Goldsucher nicht nur in den Minen des Malcantone, sondern auch an den Flüssen, wo Gold gewaschen wurde. Betreten werden sollte die Goldmine allerdings nur mit eigens geschulten Führern.

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