Tief verwurzelt im ländlichen Raum

Das Konzept der Wasser- und Feuerzeichen und der dahinterstehenden Sternbilder begründet den Mondkalender. Eines der Strebilder, der Stier, steigt jetzt am Morgen über den Horizont. 

Der Mondkalender gibt Empfehlungen für Garten und Landwirtschaft ab – das ist bekannt. Es gibt aber auch Menschen, die sich bei Gesundheit, Haarpflege und Haushalt nach den Stellungen und Positionen des Erdtrabanten im Tierkreis richten.

Laut landi.ch ist der Einfluss des Mondes auf Pflanzen und Menschen umstritten, aber in der Praxis weit verbreitet. In der Schweiz ist der Mondkalender demnach besonders im ländlichen Raum tief verwurzelt. Viele Landwirte im Mittelland, im Jura oder im Voralpengebiet ziehen ihn nach wie vor zu Rate. 

Luftzeichen bei Blütenpflanzen

Im Garten ist der Mondkalender am weitesten verbreitet. Die Grundregel laut landi.ch: Wasserzeichen (Fische, Krebs, Skorpion) sind günstig für Blatt- und Keimpflanzen. Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) eignen sich für Wurzelgemüse. Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) begünstigen Fruchtpflanzen wie Tomaten, Paprika oder Kürbis. Luftzeichen (Zwillinge, Wassermann, Waage) gelten als günstig für Blütenpflanzen. Man nennt die entsprechenden Phasen auch die Blatt-, Wurzel-, Frucht- und Blütentage.

Gesät und geerntet wird an Tagen, die zur Pflanzenart passen. Also Tomaten an Fruchttagen. Übergreifend wird der absteigende oder nidsigehende Mond für die Ernte unterirdischer Pflanzenteile wie Kartoffeln oder Randen genuzt. Absteigend ist dabei nicht das gleiche wie abnehmend. Beim aufsteigenden Mond – ab dem 26. Juli – erntet man oberirdische Pflanzenteile wie Kohlrabi oder Bohnen.

Mars im Stier

Am Morgenhimmel steigen immer die Tierkreisbilder auf, in denen sich die Sonne vor zwei Monaten noch aufgehalten hat. Jetzt ist es Stier, der so im Osten morgens über den Horizont steigt. Man erkennt das Bild an seiner V-förmigen Gestalt. Zwei Sternlinien weiten sich strahlenförmig von diesem kompakten V, in dem Aldebaran, der roten Hauptstern, leuchtet.

Ein zweite rotes Licht ist jetzt zu sehen. Mars steht im Stier und wandert zur Monatsmitte in den inneren Bereich des Stiers. So bekommt die dynamische Form des Stieres durch Mars schnellen Gang weitere Kraft. In der Antike stand der Stier dafür, es mit der Natur aufzunehmen. In Kreta musste man dafür rituell über einen anstürmenden Stier springen, in Spanien ihn mit Tuch und Pfeilen besiegen. 

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