Treibnetzverbot zum Schutz der Schweinswale

Mexiko hat den Fischfang mit Treibnetzen im Golf von Kalifornien verboten, um das Aussterben der dort lebenden Kalifornischen Schweinswale zu verhindern. Das beschloss die Regierung am Freitag.

sda |

Mexiko hat den Fischfang mit Treibnetzen im Golf von Kalifornien verboten, um das Aussterben der dort lebenden Kalifornischen Schweinswale zu verhindern. Das beschloss die Regierung am Freitag.

In freier Wildbahn gibt es nur noch knapp 30 dieser extrem seltenen Meeressäuger. Seit 2015 galt ein vorläufiges Verbot, das aber vielfach nicht beachtet wurde.

Ohne weitere Schutzmassnahmen werde die Art 2018 komplett ausgestorben sein, schätzt die Naturschutzorganisation WWF. Unter anderen hatte sich Hollywood-Star Leonardo DiCaprio stark für den Schutz dieser Tiere eingesetzt.

Der Kalifornische Schweinswal, auch Vaquita genannt, zählt zu den kleinsten Walen der Welt. Die Tiere werden nur rund 1,50 Meter lang und wiegen etwa 40 Kilogramm. Sie leben im Golf von Kalifornien im Nordwesten von Mexiko.

Die Population ging immer weiter zurück, weil sich die Tiere immer wieder in den Netzen der Fischer verfingen und dort verendeten.

Chinesicher Schwarzmarkt

Die Fischer in der Region gehen mit Treibnetzen auf die Jagd nach Totoabas. Die Schwimmblasen dieser Fische werden auf dem chinesischen Schwarzmarkt zu hohen Preisen gehandelt. Das darin enthaltene Kollagen wird in bestimmten Suppen verwendet.

Der WWF-Direktor in Mexiko, Jorge Richards, begrüsste das Verbot. Es sei aber unerlässlich, den Fischern alternative Fischereitechniken zugänglich zu machen, um den illegalen Fischfang zu stoppen. 

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