Seit dem 23. Juli spricht man von den «Hundstagen». Mit diesem Begriff, der sich vom Sternbild «Grosser Hund» ableitet, wird traditionell die heisseste Phase des Sommers bezeichnet. Sie dauert bis am 23. August, wie in einem Blogbeitrag von Meteoschweiz zu lesen ist.
Die Hundstage werden in der kommenden Woche den damit verbundenen Erwartungen gerecht. Während die Temperaturen am Wochenende der Juli-Norm entsprachen, zeichnet sich ab Mitte nächster Woche, ausgelöst von einem zunehmenden Hochdruckeinfluss und subtropisch heisser Luft, erneut eine ausserordentliche Hitzewelle ab.
Über 40 Grad?
Erwartet werden gemäss Prognosen von Meteoschweiz ab Mittwoch Höchsttemperaturen von bis zu 37 Grad in der West- und Deutschschweiz. Das amerikanische Wettermodell GFS geht am 1. August im Norden von Temperaturen von bis nahe 40 Grad aus, in der Region Basel werden am 1. August sogar 41 Grad modelliert. Der Wetterrekord der Schweiz aus dem Jahr 2003 mit 40,5 Grad in Grono GR würde damit übertroffen.
«Ich bin seit 30 Jahren ‹Wetterfrosch›, aber diese Woche habe ich zum ersten Mal Modellrechnungen gesehen, die örtlich 40 Grad auf der Alpennordseite prognostizieren» sagte Peter Wick, Chef von Meteonews , zur Sonntagszeitung. Die Schweiz sei auf Kurs, die «Extremjahre» 2003 und 2018 zu schlagen, so der Meteorologe.
Trockenheit hält an
Gemäss Angaben des Bundesamts für Umwelt (Bafu) wird sich trotz einiger erwarteter Gewitter die ausgedehnte Trockenheit kaum entspannen. Weiterhin gebe es keine Anzeichen für eine länger anhaltende, flächige Niederschlagsperiode.

Besonders gross ist das Niederschlagsdefizit im Süden und in weiten Teilen des Mittellands
Meteonews
Besonders akut präsentiert sich die Lage vom Jura bis in die Region Basel sowie im westlichen und östlichen Mittelland. Im 30-Tages-Zeitraum präsentierten sich dort Abweichungen von bis zu 70 Prozent vom Normwert. Auch für die zweite Augusthälfte wird nicht mit ergiebigen Niederschlägen gerechnet. «Aufgrund der weitgehend stabilen Wetterbedingungen bleiben die Regenmengen eher unterdurchschnittlich für die Jahreszeit», heisst es auf nationalen Trockenheitsplattform.

Die Trockenheit dürfte sich in den kommenden Wochen weiter verschärfen.
trockenheit.ch
Wegen der Trockenheit sind die Wasserstände der Schweizer Seen und Fliessgewässer nach Angaben des Bafu weiter gesunken. Betroffen seien insbesondere der Boden-, der Walen-, der Vierwaldstätter- und der Zürichsee sowie der Lago Maggiore. Bei letzterem sei der Pegel seit Mitte Juni über einen Meter gesunken.

Es ist zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein aber ich bin dem SMP trotzdem dankbar, dass er die monatlichen Beiträge bis auf weiteres aussetzt🙏