Nach dem schweren Erdbeben haben die neuseeländischen Behörden eine Tsunami-Warnung für die südlichen Küstengebiete ausgegeben. «Ein Tsunami ist möglich», erklärte der Zivilschutz. Zuvor hatte das Pazifische Tsunami-Warnzentrum keine Tsunami-Gefahr für die gesamte Pazifikregion gesehen.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 7,4. Das deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gab die Stärke des Bebens mit 7,7 an und die neuseeländische Behörde Geonet meldete eine Stärke von 6,6 auf der nach oben offenen Richterskala.
Das Epizentrum habe rund 20 Kilometer südlich von Hanmer Springs befunden und damit gut 100 Kilometer nördlich von Christchurch.
Gemäss dem New Zealand Herald gibt es Berichte von zerstörten Häusern in Cheviot, gut 100 Kilometer nördlich von Christchurch. Augenzeugen teilten auf Onlinemedien Bilder von zerbrochenem Geschirr in Küchen und zersprungenen Fenstern.
Offenbar waren die Erdstösse bis nach Auckland spürbar. «Es schüttelte wirklich lange», sagte eine Einwohnerin von Nelson gegenüber der Newsseite stuff. Sie berichtet weiter von Nachbeben. Zudem ist in vielen Orten um das Epizentrum der Strom ausgefallen, wie stuff weiter meldet.
In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15'000 Erdstösse. In Christchurch waren im Februar 2011 insgesamt 185 Menschen durch einen Erdstoss der Stärke 6,3 ums Leben gekommen.