
Der Bauernverband spricht von einer «neuen Dimension des Viehdiebstahls».
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Gemäss dem deutschen TV-Sender MDR wurden die Tiere am vergangenen Wochenende in Schweinitz, der Ort liegt zwischen Berlin und Leipzig, gestohlen.
Schäfer weggelockt
Die Diebe gingen ganz dreist vor. Zuerst lockten sie den Schäfer vom Stall weg. Er wurde von den Viehdieben am Samstag mehrfach mit einer unterdrückten Nummer angerufen, wie die Polizei gegenüber MDR sagte. Dem Schäfer wurde mitgeteilt, dass seine Tiere im Wald herumlaufen würden. Der Tierhalter fuhr in der Folge dorthin, um seine Schafe einzutreiben. Doch dort waren sie gar nicht.
Als der Schäfer zurückkam, waren die Tiere noch im Stall. In der Nacht auf Sonntag schlugen die Viehdiebe zu. Laut der örtlichen Polizei brachen sie ein Schloss auf und drangen in den Stall ein. Sie klauten 65 trächtige Schafe. Von den Tieren fehlt bis jetzt jede Spur.
Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit den Anrufen den Schafhalter ablenken wollten. Wie die Tiere genau abtransportiert wurden, ist noch unklar. Die Polizei geht davon aus, dass ein grösseres Fahrzeug eingesetzt wurde.
Neue Dimension
Der Schaden für den Schäfer wird auf über 10'000 Euro (9200 Franken) geschätzt. Der wirtschaftliche Schaden sei gross, so der lokale Bauernverband. Einerseits fehlten dem Halter die Tiere für die Flächenbewirtschaftung. Zudem habe er die Lämmer verloren.
Der Präsident des Landesbauernverbands, Olaf Feuerborn, sprach von einer ganz neuen Dimension des Viehdiebstahls. Zwar seien immer wieder einzelne Rinder, Pferde oder Schafe gestohlen worden. «65 trächtige Schafe zu stehlen – das ist etwas ganz anderes», sagte er zu MDR.