Fleischersatzprodukte liegen bei den Verbrauchern voll im Trend und gelten als naturnah und gesund.
Wie der Bayerische Bauernverband (BBV) am vergangenen Donnerstag mitteilte, kommen die „falschen Würste“ aber oft nicht ohne eine ganze Reihe von Zusatzstoffen aus. Zum Großteil bestehe die Veggi-Wurst aus Eiklar, Rapsöl, Sojabohnen, Weizenprotein, Lupinensamen und Vollmilch, erläuterte BBV-Ernährungsreferentin Alexandra Gregor. Je höher der Verarbeitungsgrad sei, desto länger werde die Zutatenliste. Meist bestehe diese aus Farb- und Aromastoffen, Geschmacksverstärkern in Form von Hefeextrakten sowie einem hohen Salzgehalt. „Neben den genannten Zusatzstoffen werden gerne Vitamine und Eisen zugesetzt, um gesundheitlich möglichst nah am Originalprodukt zu sein“, erklärte Gregor.
Eine gesunde ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung benötige jedoch keine Zusätze von Vitaminen und Spurenelementen, da diese ganz natürlich in hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen vorkämen. „Gerne pflegen vegetarische Produkte ein umweltbewusstes und natürliches Image. Dennoch werden vielfach Aromen zugesetzt“, betonte die Ernährungsreferentin. Auch wenn diese als „natürliche Aromen“ deklariert seien, würden sich hinter dem Wort „natürlich“ durchaus auch im Labor erzeugte Aromastoffe verbergen. Gregor hob hervor, dass sich eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit natürlichen Rohprodukten einfach selbst herstellen lasse. Entsprechende Rezeptideen oder Kochkurse würden von den Ernährungsfachfrauen im Bildungswerk des BBV angeboten.