Verbot von ungesunden Lebensmitteln wird klar abgelehnt

Ein Verbot von ungesunden Lebensmitteln oder eine Zusatzsteuer werden in einer Umfrage klar abgelehnt. Präventive Massnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung dagegen klar gutgeheissen, wenn sie nicht zu strikt sind.

sda |

Ein Verbot von ungesunden Lebensmitteln oder eine Zusatzsteuer werden in einer Umfrage klar abgelehnt. Präventive Massnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung dagegen klar gutgeheissen, wenn sie nicht zu strikt sind.

Dies sind Resultate des 1. Monitors Ernährung und Bewegung, der vom Institut gfs.bern für die Informationsgruppe Erfrischungsgetränke bei mehr als tausend Stimmberechtigten erhoben worden ist. Gemäss dieser Studie, die am Dienstag in Bern vorgestellt wurde, wird in erster Linie auf Eigenverantwortung gesetzt.

Ein Verbot von ungesunden Lebensmitteln wird von 73 Prozent der Befragten abgelehnt. Eine Zusatzsteuer auf zucker-, fett- oder salzhaltigen Lebensmitteln lehnen sogar 78 Prozent ab.

Gezielte Präventionsmassnahmen bei Risikogruppen werden von vier von fünf Befragten befürwortet. Auch werden staatliche Aktivitäten in den Bereichen Ernährungskunde in Schulen und Nährwertdeklaration mit 80 Prozent respektive 76 Prozent gutgeheissen.

Als wesentliches Kriterium für eine ausgewogene Ernährung sehen zwei Drittel der Befragten ein vielfältiges Lebensmittel- und Getränkeangebot. Ein ähnlich grosse Mehrheit geht davon aus, dass fehlende Wissen eine der Hauptursachen für falsche Ernährung sei (71 Prozent) und mangelnde Bewegung zu Übergewicht führe (88 Prozent).

Als Massnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung haben sich neun von zehn Befragten dafür ausgesprochen, dass die Wirtschaft transparent und verständlich informieren soll und fast drei Viertel der Befragten sprachen sich für eine Förderung des Breitensports durch die Wirtschaft aus.

Die Informationsgruppe Erfrischungsgetränke ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Vertretern der Erfrischungsgetränkeproduzenten und der nationalen Politik. Sie wurde 2013 auf Initiative der Erfrischungsgetränkehersteller gegründet.

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