Verdunkelte Sonne sorgt für erdrückte Stimmung

Am 12. August verdunkelt sich die Sonne. Erstmals nach 1999 ist sie von der Schweiz sichtbar. Der Mond erreicht schon früher eine Hochstellung.

sum |

Am 12. August ereignet sich nach 1999 die erste totale Sonnenfinsternis wieder auf europäischem Festland. Der Kernschattenstreicht über Island und dann quer über die Iberische Halbinsel. Interessanterweise folgen für Spanien nächses Jahr zwei weitere Sonnenfinsternisse.

Die Finsternis dieses Mal läuft auf den Balearen aus. Dort sieht man die verdunkelte Sonne dann direkt über dem westlichen Horizont untergehen. Von der Schweiz aus bleiben zum Maximum knapp 10 Prozent der Sonne unbedeckt. Das verändert das Licht enorm! In dem gelblich fahlen Licht entsteht eine merkwürdig entrückte Stimmung.

Man sollte keinesfalls ungeschützt in die Sonne schauen. Die Sichel blendet weniger, so dass man die starke Wärmestrahlung nicht bemerkt und das Auge schädigt. Man benötigt eine Sonnenfinsternisschutzbrille. Die Verdunklung beginnt in der Schweiz um 19.24 Uhr und erreicht das Maximum um 20.18 Uhr. Um 20.42 geht die Sonne dann als Sichel unter. Wegen des tiefen Sonnenstandes sollte man einen freien Blick nach Westnordwest haben. 

Im Garten ist Säzeit

Am Sonntag, 9. August, kurz nach Mitternacht, erreichte der Mond eine Hochstellung. Danach geht er wieder nidsi. Die Umlaufbahn des Mondes weicht um etwa 5 Grad von der Umlaufbahn der Erde ab. Ein nidsigender Mond  steht in Bezug zu den Fixsternen jeden Tag etwas tiefer als in der vorhergehenden Nacht. Oft zeigt sich eine Mondsichel, bei der die Rundung oben liegt und die Spitzen nach unten zeigen.

Dieser absteigende Mond wird auch Pflanzmond genannt. Er steht laut dem  Hauenstein for eine Phase des Aufnehmens, in der sich die Natur in einer gewissen Ruhe befindet. Da der Saftanstieg in den Pflanzen gering ist, eignet sich der absteigende Mond zum Säen und pflanzen, zum Baum- und Sträucherschnitt, zum Schlagen von Nutzholz und zum Düngen.

Während Sträucherschnitt und das Schlagen von Nutzholz in die Wintermonate fallen, sind das Düngen und das Säen und pflanzen auch im Sommer möglich oder gar nötig. Für beides ist ideal, wenn die Sonne nicht mehr so vom Himmel brennt, und Sämlinge respektive Jungpflanzen brauchen natürlich auch Wasser. 

Am 9. und 10. August sind zwei Blumen- und Blütentage nicht nur ideal für Rosen oder Kamille, sondern auch fürs Pflanzen von Winterbroccoli. Dieser kommt im August und im September in den Boden und ist dann im April bis Mai erntereif. Bei Winterbrokkoli vergeht bis zur Ernte zwar fast ein halbes Jahr, dafür kann man von März bis Mai laufend Sprosse schneiden – nach dem Schnitt der Mittelknopse wachsen nochmals dünnere Seitentriebe, sogenannte «Nebenrosen», nach.

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