Viel Nebel und Hochnebel im Dezember

Grau im Flachland, sonnig in den Bergen: Der letzte Monat des Jahres wurde von Nebel geprägt. Im Mittelland schien die Sonne im Dezember mancherorts nicht mehr als zehn Stunden.

sda/blu |

In den ersten drei Dezemberwochen hielten sich Nebel und Hochnebel sehr hartnäckig. Unter 800 Metern löste er sich nur selten auf, weshalb es in den tiefen Lagen des Mittellands nur wenig Sonne gab. In Schaffhausen gab es zwischen dem 1. und dem 22. Dezember gerade einmal 2,2 Sonnenstunden.

Zu warm

Umso mehr Sonne gab es dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) zufolge über der Nebelgrenze. So zum Beispiel auf dem Napf und dem Säntis. Verglichen mit dem Wetter früherer Dezember habe es im Mittelland am wenigsten Sonne gegeben. In Wynau schien die Sonne während etwas mehr als 6 Stunden, in Neuenburg etwas mehr als 10 Stunden.

Das anhaltende Hochdruckwetter sorgte dafür, dass in den ersten zwei Dezemberdritteln schweizweit kaum nennenswerter Niederschlag gefallen sei, so der Wetterbericht von Meteoschweiz. Im landesweiten Durchschnitt habe die Temperatur im Dezember bei 0,8 Grad gelegen. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +2.2 °C. Die höchsten positiven Abweichungen verzeichneten die Regionen Alpennordhang und Nord- und Mittelbünden. Beispiele für Messstandorte sind Andermatt und Säntis. 

Zu trocken

Die kleinsten positiven Abweichungen stammten aus den Regionen Mittelland und Alpennordhang, beispielsweise die Stationen Aadorf TG und Vaduz. Die landesweite Monatsmitteltemperatur im Dezember 2025 belegte bis kurz vor Monatsende gemäss Meteoschweiz den 3. Rang seit Messbeginn 1864. Ähnliche Temperaturabweichungen für den Monat Dezember wurden in den Jahren 1915 und 2019 registriert.

Regen war vielerorts im Dezember ebenfalls Mangelware. Bei einem Grossteil der Stationen fielen nur 10  bis 30 Prozent der durchschnittlichen Regenmengen. In Basel wurden 11 mm (18%) gemessen, in Bern 13,5 mm (17%). Auf dem Moléson im Kanton Freiburg gab es lediglich 0,4 mm. Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Alpensüdseite, beispielsweise Stabio mit 63,8 mm.

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