
Ab der zweiten Hälfte der kommenden Woche können Kräuter geerntet werden.
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Das Pfingstwochenende ist da. Sein Datum wird indirekt vom Mond bestimmt, da der Pfingstsonntag exakt 50 Tage nach dem Ostersonntag liegt. Das Osterfest wiederum ist als erster Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt.
An Pfingsten sehen wir dieses Jahr eine zunehmende Mondsichel, am 31. Mai ist Vollmond. Manch ein Hobbygärtner schwört laut den Gartenexperten von Lubera darauf, seine Kräuter bei Vollmond zu ernten, da sie dann die stärkste Heilkraft besitzen. Das macht durchaus Sinn, denn bei Vollmond stehen die Pflanzen im allerbesten Saft, sodass auch ihre Heilwirkung und natürlich auch ihr Geschmack stark ausgeprägt sind.

Zwei Blütentage stehen bevor.
Goetheanum
Kurz vor Vollmond stehen gemäss dem Mondkalender von Donnerstagabend bis Samstagmittag Blüten- und dann ab dem 30. Mai Blattage an. Blütentage sind ideal zur Ernte von Heil- und Küchenkräutern und von Pflanzen mit intensiver Farb- und Aromen-Entwicklung. Die Kombi «Vollmond plus Blütentag» sollte für eine Geschmacksexplosion sorgen…
Keiner Stauden schneiden
Gehölze, Stauden und andere Pflanzen sollten wiederum nicht bei Vollmond geschnitten werden, da sie zu viel ihres Saftes verlieren würden. Ausnahme: das Dreschen oder Häckseln von Mais, da her die Wurzeln nicht wieder austreiben sollen.
Laut Lubera ist Vollmond auch gut dazu geeignet, Dünger auszubringen. Dieser wird dann in der nächsten Phase – die des abnehmenden Mondes – sehr gut von den Pflanzen aufgenommen.
Noch eine Woche
Abends steigt Venus immer höher über den Horizont und steht jetzt 25 Grad über der Landschaft zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs. Mit etwas Übung sieht man den hellsten aller Planeten bereits zum Beginn der Dämmerung. Noch eine Woche klimmt Venus höher, dann hat sie ihren höchsten Stand erreicht.

Bald steht Venus an ihrem höchsten Punkt.
Goetheanum
Venus gilt in der Antike als Repräsentantin von Schönheit und Liebe. Zeigt sie etwas davon? Tatsächlich! Venus wandert als einziger Planet auf einem Kreis und keine Ellipse und hat nicht wie Erde oder Mars eine leicht verbeulte Form, den Geoid, sondern ist eine vollkommene Kugel. Noch ein Phänomen von Venus: an ihrer Oberfläche herrscht ein Druck von 93 Atmophären. Das ist jenseits des kritischen Punktes, bei dem ein Gas – hier Kohlendioxid –, weder gasförmig noch flüssig ist, es ist «fluid». Auf Venus heben sich die Unterschiede von gasförmig und flüssig auf. Das in ein Kennzeichen der Liebe: die Gegensätze verschwinden.