Wegen Vieh-Diebstahls gelyncht

Weil sie zwei Büffel gestohlen haben sollen, hat ein Mob im Nordosten Indiens drei Männer zu Tode geprügelt. Dorfbewohner im Bezirk Saran im Bundesstaat Bihar hätten die Männer mit einem Lieferwagen beobachtet, sagte der Bezirkspolizeichef Har Kishore Rai am Freitag.

Weil sie zwei Büffel gestohlen haben sollen, hat ein Mob im Nordosten Indiens drei Männer zu Tode geprügelt. Dorfbewohner im Bezirk Saran im Bundesstaat Bihar hätten die Männer mit einem Lieferwagen beobachtet, sagte der Bezirkspolizeichef Har Kishore Rai am Freitag.

Etwa 30 Menschen seien zusammengekommen und hätten mit Stöcken auf ihre Opfer eingeschlagen, bis diese zusammengebrochen seien. «Wir haben drei Dorfbewohner festgenommen, weil sie das Gesetz selbst in die Hand genommen haben», sagte Rai weiter. Die Einwohner hätten Anzeige gegen die mutmasslichen Diebe erstattet.

Den Angaben zufolge waren die Dorfbewohner wütend, weil die Männer aus einem Nachbarort bereits zuvor Vieh von ihnen gestohlen haben sollen. Die Polizei bestritt, dass es sich bei dem Lynchmord um eine religiös motivierte Tat gehandelt haben könnte. Zwei der Opfer hätten der hinduistischen Mehrheit des Landes angehört, das dritte Opfer sei ein Muslim gewesen.

Rinder gelten der hinduistischen Mehrheit in Indien als heilig. Das Schlachten der Tiere ist in den meisten Bundesstaaten verboten. Mob-Angriffe in Verbindung mit dem Diebstahl und Schmuggel der Tiere kommen in Indien immer wieder vor. Die Opfer sind meist Muslime.

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