Wenige Konflikte mit Rindvieh

Freizeitsport im Weidegebiet ist weiterhin beliebt. Anlässlich ihres jährlichen Koordinationstreffens zog die nationale Arbeitsgruppe «Rindvieh und Wanderwege / Freizeitsport» eine positive Bilanz.

Im Jahr 2025 seien nur wenige Konfliktsituationen im Zusammenhang mit Rindvieh gemeldet worden, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) in einer Medienmitteilung.

Ähnlich tönte es in einem Communiqué Ende 2024. Damals schrieb die BUL: «Trotz beliebtem Freizeitsport im Weidegebiet wurden auch 2024 insgesamt nur einzelne Vorfälle im Zusammenhang mit Rindvieh gemeldet.»

Basis ist die Risikobeurteilung

Die wenigen gemeldeten Vorfälle würden zeigen, dass Prävention kein Selbstläufer sei, heisst es weiter. Die  Kritische Situationen treten vor allem dort auf, wo Risikobeurteilungen fehlen oder Massnahmen nicht konsequent umgesetzt werden. Auch unsachgemässes Verhalten von Gästen spielt eine Rolle. Insbesondere das Mitführen von Hunden in Gebieten mit Rindviehherden bleibe ein Risikofaktor, heisst es in der aktuellen Mitteilung. 

Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Mutterkuh Schweiz, dem Schweizer Bauernverband, Schweizer Wanderwege, Schweiz Mobil, der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) und der (BUL) setzte wie die Jahre zuvor auch 2025 auf bewährte Massnahmen: 

Risiken einschätzen und geeignete Massnahmen umsetzen: Tierhaltende sind verpflichtet, ihre Sorgfaltspflicht zu erfüllen. Die eigens dafür erstellte Checkliste in Kombination mit dem Ratgeber dient als Grundlage für die Risikoeinschätzung und kann im Konfliktfall auch als Nachweis herangezogen werden.

Fachliche Begleitung: Einzelne potenzielle Konfliktsituationen wurden gemeinsam mit Tierhaltenden, Alp- und Wanderwegverantwortlichen sowie Tourismuspartnern vor Ort analysiert, um nachhaltige Lösungen zu planen und umzusetzen.

Informieren und sensibilisieren: Die grüne Warntafel «Kuhmütter schützen ihre Kälber» mit sprachunabhängigen Piktogrammen weist als wichtigste Begleitmassnahme im Weidemanagement Gäste auf das Vorhandensein einer Mutterkuhherde hin. Bei bestehenden Warntafeln können die Piktogramme mittels Kleber nachgerüstet werden. Die Tafeln sollten ausserhalb der Weidesaison sowie bei Abwesenheit der Herde abgehängt oder abgedeckt werden. Ergänzend ermitteln weitere Infotafeln, Infoflyer und der Lehrpfad die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit Rindvieh.

Spielerisch lernen: Der Erlebnisweg «Lea und Ben bei den Mutterkühen» findet ebenfalls grossen Anklang und wurde im 2025 in Lenzburg (AG), Luthern Bad (LU) und in Saignelégier (JU) angeboten. Im März 2026 kommt anstelle des Wegs in Lenzburg neu ein Weg in Freienstein (ZH) dazu. Zudem haben in Meierskappel (LU) und Romoos (LU) zwei Betriebe je eine Informationsecke mit Inhalten aus dem Erlebnisweg erstellt.

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