Wie der Valentinstag in die Schweiz kam

In der Schweiz ist der Tag der Liebe erstmals am 14. Februar 1949 durchgeführt worden. Die Valentinstags-Tradition wurde von US-Soldaten im Zuge des Zweiten Weltkriegs nach Europa gebracht. Auf welche historische Figur die Tradition zurückgeht, ist allerdings umstritten.

sda  |

Mit dem Ursprung des Valentinstags ist es wie mit der Liebe: Es ist kompliziert. Wenn sich die Liebenden am 14. Februar mit Blumen und anderen Präsenten verwöhnen, berufen sie sich zwar auf den heiligen Valentin. Wer genau dieser Valentin war, wird sich aber wohl nie mehr klären lassen.

Im Heiligenverzeichnis stehen gleich drei Märtyrer namens Valentin unter dem 14. Februar. Der eine soll römischer Priester gewesen sein und ein zweiter Bischof der italienischen Provinz Terni. Allerdings könnten diese beiden Valentins auch ein und derselbe sein. Der Dritte soll mit christlichen Märtyrern in Afrika gelitten haben.

Wer hat’s erfunden?

Am gebräuchlichsten ist es, den in Rom oder Terni als Priester oder Bischof tätigen Valentin als den Schutzpatron der Liebenden anzusehen. Allerdings ist die Quellenlage zu dessen Leben unklar, Valentin wurde aber wohl im dritten Jahrhundert ermordet.

Eine Legende besagt, dass er sich gegen Kaiser Claudius II. auflehnte, indem er verbotenerweise junge Paare nach christlichem Zeremoniell traute. Er soll ihnen anschliessend auch Blumen geschenkt haben – die Ehen standen im Ruf, besonders harmonisch zu verlaufen. Nach anderen Erzählungen soll ein blindes Mädchen wieder das Augenlicht gewonnen haben, nachdem es eine in ein Papier mit der Aufschrift «von deinem Valentin» eingewickelte Blume des zum Tod verurteilten Priesters als Geschenk erhielt.

Warum am 14. Februar?

So unklar die genaue Geschichte des Valentinstags ist, so klar ist die lange Verehrung des Heiligen. Schon im Mittelalter zählte er in Italien zu den volkstümlichsten Heiligen, auch in Frankreich und England verbreitete sich damals Brauchtum um Valentin – nachzulesen etwa in William Shakespeares «Hamlet», wo Ophelia den Valentinstag besingt.

Eine andere Erklärung für den 14. Februar als Tag der Liebenden ist eher eine machtpolitische: Die Kirche attackierte demnach gezielt die heidnischen Bräuche im alten Rom. Dort wurde am 14. Februar die Göttin Juno geehrt, die Schützerin von Ehe und Familie. Frauen bekamen an diesem Tag traditionell Blumen. Dieser Brauch überlebte – nur läuft er nun statt unter dem Label von Juno unter dem kirchlichen Valentinstag.

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