Noch wärmer war nur der August 2003. Der Abstand zum bisherigen Rekord ist allerdings knapp: Der August 2003 erreichte ein landesweites Monatsmittel von 17,9 Grad – nur 0,1 Grad mehr als der diesjährige August mit 17,8 Grad, wie aus dem am Montag veröffentlichten provisorischen Monatsbulletin des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) hervorgeht.
Sehr viele Hitzetage
An den verschiedenen Messstationen lagen die Temperaturen im August 2026 zwischen 2,1 und 4,6 Grad über der Referenzperiode 1991 bis 2020. Die grössten Abweichungen wurden im Mittelland, im Jura sowie in Nord- und Mittelbünden gemessen. Darunter fallen Orte wie Rünenberg (+4,6 Grad), Fahy (+4,3 Grad), Bern (+4,2 Grad), Basel (+4,0 Grad) oder Zürich (+3,9 Grad). Die Monatsmitteltemperatur im August 2026 erreichte an 20 Messstationen mit Daten seit über 90 Jahren den 1. Rang der wärmsten Augustmonate.
Vor allem die erste Augusthälfte war von anhaltender Hitze geprägt. In Basel-Binningen und Genève-Cointrin wurden vom 28. Juli bis zum 16. August ununterbrochen Hitzetage registriert. Besonders eindrücklich war die Situation in Locarno-Monti: Dort wurden in den ersten 80 Tagen des Sommers 61 Hitzetage gezählt. An 48 Tagen blieb die Temperatur auch nachts über 20 Grad.
Deutlich mehr Regen als in den Vormonaten
Erst Mitte August brachte eine Kaltfront einen markanten Wetterwechsel. Am 17. August fiel in weiten Teilen der Schweiz wieder verbreitet Regen. An den Messstandorten von Meteoschweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 43 % und 179 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 60 % bis 110 % aufwies. Die grössten Niederschlagsmengen verzeichnete die Region Alpensüdseite mit Lugano (283 mm) und Piotta (210 mm). Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus der Region Nord- und Mittelbünden – beispielsweise Chur mit 51 mm. Die Monatssumme des Niederschlags im August 2026 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 130 Jahren den 5. Rang der niederschlagsärmsten Augustmonate: Flühli LU mit 83,0 mm (Minusrekord 1991 mit 29,0 mm).
Auch die Sonne zeigte sich überdurchschnittlich oft: An vielen Messstationen lag die Sonnenscheindauer über dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig reifte die Vegetation aussergewöhnlich früh. Vogelbeeren und Schwarzer Holunder waren 15 beziehungsweise 19 Tage früher reif als üblich.
Damit reiht sich der Monat in eine Serie aussergewöhnlich warmer Monate ein: Bereits der Juni war der drittwärmste seit Messbeginn, der Juli sogar der wärmste.

Um 1850 herum--> am Ende der kleinen Eiszeit!
Wir leben in einer sehr guten Zeit; die Teller sind voll, es gibt keine Hungersnot, wie oft in früheren, kälteren Zeiten!
Panikmache ist unnötig!!!