«Bauer, ledig, sucht»: Bäuerinnen schauen genau hin

Am Sonntagabend strahlte der TV-Sender 3+ die erste Folge von Bauer, ledig, sucht aus. Unsere Bloggerin Cornelia Fässler begleitet die 22. Staffel und nimmt die Geschehnisse genau unter die Lupe.

Cornelia Fässler |

Gebrannte Kinder scheuen das Feuer. In dieser Ausgabe gibt es einige davon. Speziell die Bäuerinnen schauen bei ihrem Hofherrn genau hin bevor sie einen Schritt weiter gehen. Absolut verständlich.

Vergissmeinnicht hat die Hosen an

Sonnenaufgangs-Kuschelromantik nach einer schnarchfreien Nacht, da vergisst man sogar die Eiseskälte. Fridli und Astrid stacksen pudelwohl bergwärts. Beim Zwischenhalt kann es Astrid nicht lassen, Fridli ein wenig zu necken und zu flirten. Er hingegen wagt es bereits, Zukunftspläne zu schmieden.

Auch wenn es nahe Zukunft ist – Astrid scheint sich sehr zu freuen. Beim anschliessenden Placken mähen schaut Astrid Fridli genau auf die Finger – da kristallisiert sich bereits heraus, wer die Hosen künftig anhätte. Wenn es so weiter geht, wird Astrid ihren Koffer gar nicht mehr einpacken. Ganz zu Gunsten des Bauern.

«Kräftig» zieht «Gründlich» aus dem Dreck

Benj, der grobmotorische Anpacker, passt super zur feinmotorisch-pingeligen Marie Anna – bis jetzt. Wer 2022 schon dabei war, hat vermutlich ein Déjà-vu. Pascal wurde damals von Annelies auch ziemlich getestet. Ob es in diesem Jahr «verhebt», wird sich vor allem in der Kommunikationsfähigkeit der beiden zeigen.

Doch Testpony Dea geniesst nach anfänglichen Unstimmigkeiten Benjs Striegeleinheiten und Marie Anna pflegt bereits Eifersuchtsgefühle. Aber nur, bis Benjamin ihr ein Steinherz aus dem Dreck zaubert. Schon am Morgen beim Stall Ausmisten habe ich eine gewisse Gelassenheit einander gegenüber wahrgenommen – so könnte es gut kommen. Ich bin sehr gespannt, wie es bei den Zwei weitergeht.

Einzelbett unter Sternenhimmel

Susanne liebt spontane und unternehmenslustige Menschen. Überraschungen jedoch haben ihren Horizont und dieser endet beim gemeinsamen Bett. Die Hofdame braucht Zeit, um Nähe zuzulassen, das habe ich schon bei den Umarmungen festgestellt. Ob Peter irgendwann den freien Platz von Zoe in Susannes Bett einnehmen wird?

Zum Überraschungsausflug gehts zum Wellness mit (Gedulds-) Rosen, Schoggiherzli und…Fleisch. Peter gibt zu, sich in der Vergangenheit zu wenig der Romantik gewidmet zu haben und sehnt sich nun danach, dies richtig ausleben zu dürfen. Hierfür wird er sich noch ein wenig gedulden müssen. Die Nacht wird Susanne nämlich allein im Glaspavillon verbringen. Ich habe den Eindruck, dass Peter sehr zu Gunsten der Frau einen ungesunden Seiltanz macht. Hoffentlich täuscht mich mein Gefühl.

Segelschifffahrende Pferdeäpfel

Macher Andreas braucht nur Werkzeug und keine Anleitung. Janine ist von ihrem Hofherrn und seinem Tun beeindruckt und Andreas hofft insgeheim auf Kaffee (und Massage) am Bett. Fair enough. Anschliessend gehts zum Einstudieren einer kleinen Nummer fürs Hoffest. Ob Pferd Destinio genauso Anleitungsfrei kapiert, was Andreas von ihm möchte? Was Janine vorzeigt, setzt Andreas um und staunt über sich selbst. Und ich staune Pferdeäpfel. Doch nein, diese werden anschliessend auf der Weide gemeinsam eingesammelt und gleichzeitig Andreas’ muskulösen Körper bestaunt.

Mich lässt das Gefühl nicht los, dass Janine und Andreas wie füreinander gemacht sind. Ob dies am nichtvorhandenen Nichts-Kästchen Andreasseits liegt oder der Tatsache, dass Janines Mutter vielleicht doch ihre Hände ein wenig im Spiel hat?

Der Wink mit dem Hochzeitsturm

Karina und Guido widmen sich dem Marktgeflüster und entdecken gegenseitig den Geniesser im Andern. Ob Guido sogar durch den Regen für seine Taten inspiriert wird? Als er für Karina Blumen aussucht, macht er seine «Herzdame» kurzum zur Verlobten. Karina reagiert gelassen-geschmeichelt und findet seine Aktion grossartig. So grossartig wie der geschenkte Rosenstock und die darauffolgende Umarmung, welche Karina tief berührt.

Später bei Karinas Freundin Annie lernen die beiden Turteltäubchen Limoncello herzustellen und Karina holt Annie’s gradlinige Meinung ein. Ob Guido im Alltag zu gebrauchen ist? Das realisiert Karina erst, als sie ihr Werkzeug das erste Mal seit Jahren in Manneshände übergeben kann und ist sichtlich erfreut. Weiter so!

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