«Bauer, ledig, sucht»: Es gibt Gänsehautgefühle

Am Sonntagabend strahlte der TV-Sender 3+ die sechste Folge von Bauer, ledig, sucht aus. Unsere Bloggerin Cornelia Fässler begleitet die 22. Staffel und nimmt die Geschehnisse genau unter die Lupe.

Cornelia Fässler |

Diese Woche fliegen die Funken – mal hoch oben am Himmel, mal direkt zwischen zwei Lippen. Während die einen bereits auf Wolke 7 schweben, kämpfen andere noch mit Bodenarbeit, Holzwegen und tierischen Überraschungsgästen.

Es funkt am Himmel

Fridli traut der gäbigen Astrid so einiges zu. Deshalb wirft er sie gleich ins kalte Wasser und lässt sie an ihr noch unbekannten Gerätschaften herumhebeln. Mit grossen Augen lauscht sie seiner Anleitung aufmerksam-konzentriert zu. Doch ganz allein lässt Fridli sie dann doch mit dem Stapler nicht – aus welchem Grund auch immer…

Als Abschluss der Woche überrascht Fridli seine Hofdame mit einem gemütlichen Abend mit Feuer im Freien und lässt dabei seine romantische Ader deutlich zum Vorschein kommen. Natur und Zweisamkeit, mehr brauchen echte Gefühle nicht. Es kommt mir so vor, als würde es Fridli und Astrid schon immer nur im Doppelpack geben.

Von Wolke 7 auf den Boden zurück

Bodenarbeit für einen Mann, der vielleicht auf Wolke 7 schwebt, ist eine ziemliche Herausforderung. Das hat Marie Anna gut beobachtet und schickt Benj deshalb zurück auf den Boden der Tatsachen. Wenn auch «nur» mit seinem Pferd Ferdinand. Nach anfänglichen «Trötzli»-Schwierigkeiten ist der Hofherr über sein Wirken selbst sehr überrascht und findet sichtlich Spass und Stolz daran.

Glitzerglimmer-Hut ab, Kuss drauf. Apropos Kuss… Benj zeigt seine Zuneigung meiner Ansicht nach sehr deutlich – sei es bei Ferdinand oder auch Marie Anna. Ich bin ja gespannt, wie lange ihn die Pferdebäuerin auf die Folter spannt.

Abbracciare e baciare le farfalle

Ob Guido auf Anweisungen einer Frau hören will oder kann, möchte Karina heute testen und ich habe ein sehr gutes Gefühl dabei. Auf dem Kiesweg befinden sie sich nur im richtigen Leben und sogar dieser ist bereits geebnet. Denn was sie von einer Beziehung «erwarten», wissen beide sehr genau und dies ist kitschigerweise deckungsgleich. Nach getaner Arbeit geht’s zusammen ans geliebte Meer. Guido ist schon beflügelt, bevor sie losgehen…denn ihr Outfit lässt sein Herz höherschlagen.

Über seine Gefühle jedoch lässt es sich bisher nur munkeln, durch seine ruhige und zurückhaltende Art übt man zwischen den Zeilen zu lesen. Lovelanguage sei Dank findet immerhin die spitzfindige Karina den Weg, dies aufzuspüren. Gänsehautgefühle deshalb, als Guido doch den ersten Schritt wagt und sich ihre beiden Lippen finden. Klingt ganz nach einem Happy End!

Vollgas auf dem Holzweg

Andreas möchte Vollgas geben und ist auf dem Holzweg. Das kann er heute endlich ehrlich und geradeaus Janine offenbaren. Sie hört ihm aufmerksam und dankbar zu. Doch eine wirkliche Rückmeldung über Ihre Gefühle erhält Andreas von Janine nicht. Sie bewegt sich noch immer schützend auf dem sicheren Pfad der ungebundenen Freiheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Zurückhaltung und Beobachtungsperspektive vergangenheitsgeprägt ist und mit Andreas gar nichts damit zu tun hat.

Fürs Hoffest steht deshalb irgendwie viel auf dem Spiel. Unbegründeterweise ist der Hofherr im Vorherein ziemlich nervös. Aber sein Wohlfühlstatus übertrifft durch die Anwesenheit der Gäste bei weitem seine Erwartungen. Ich mag es ihm von Herzen gönnen und hoffe, Janine steht sich selbst nicht mehr allzu lange im Weg und getraut sich den Sprung ins unbekannte, verdiente Glück.

Die mit dem Hündchen tanzt

Der Wink mit dem Zaunpfahl. Als Hündin Zoe als Überraschungsgast auf Peters Hof aufkreuzt, scheint es mir, als wäre der Bauer nur mässig begeistert und fürchtet sich um den bisherigen 1. Platz an Susannes Seite. Doch die Hündin weiss mit ihrem Charme das Eis zu brechen und darf sicher vorerst auf dem Hof bleiben.

Für die bevorstehende Velotour ist sie fix dabei und stielt Peters 1. Platz sicherlich nicht – hätte er wohl kaum in ihrer Hundetasche Platz. Peters grosse Überwindung, als der Vierbeiner das Haus betritt, ist durch den Bildschirm spürbar. Susannes Tanz mit dem Feuer hat begonnen. Keine einfache Ausgangslage für beide und mein Blick in die Glaskugel ist bisher auch noch milchig. Meine Daumen sind gedrückt.

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